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Selbsthilfefreundliche Spitäler
Newsletter N° 5,  November 2020
Mit dem Projekt Selbsthilfefreundliche Spitäler wird die gemeinschaftliche Selbsthilfe als Ergänzung zur Hospitalisierung und Nachsorge gefördert.
Wir freuen uns, Sie mit diesem Newsletter weiterhin über die Fortschritte des Projekts auf dem Laufenden zu halten.
Mehr Informationen zum Projekt finden Sie unter: www.selbsthilfefreundlichkeit.ch

Freundliche Grüsse Selbsthilfe Schweiz

 
Die Psychiatrischen Dienste soH unterzeichneten im Sommer kantonsweit als erste Gesundheitsinstitution mit der Kontaktstelle Selbsthilfe einen Kooperationsvertrag.  
 
Langer Atem
Obwohl sich die Spitalleitung der Psychiatrischen Dienste bereits früh für eine Beteiligung am Projekt aussprach, ging der Vertragsunterzeichnung ein längerer Prozess voraus. Das Kooperationsdreieck feilte an Massnahmen, Zuständigkeiten mussten geklärt und Einverständnisse der Rechts- und Kommunikationsabteilung eingeholt werden. Im Frühjahr kam Covid-19 dazu und damit eine zeitliche nicht planbare Einschränkung der Projektumsetzung. Gut anderthalb Jahre dauerten die Vorbereitungen.
 
Medienwirksame Unterzeichnung
Gemeinsam entschlossen die Projektbeteiligten, den Vertrag im Juni medienwirksam zu unterzeichnen. Als positive Konsequenz der intensiven Vorarbeit konnte das Kooperationsdreieck zu diesem Zeitpunkt bereits einen breit abgestützten Massnahmeplan vorlegen und diesen als Teil des Vertrages unterzeichnen lassen. Der Weg für die zeitnahe Umsetzung war so bereits geebnet. Ein festlicher Akt im kleinen Rahmen mit den Projektbeteiligten und der Spitalleitung psychiatrische Dienste gab der Unterzeichnung trotz erschwerten Umständen seinen feierlichen Charakter.
 
Gut Ding will Weile haben
Erste gemeinsame Auftritte folgten im Spätsommer: Vertretungen der Selbsthilfegruppen zusammen mit den neuen Kontaktpersonen der Klinik sowie die Kontaktstelle Selbsthilfe präsentierten das Projekt an zwei internen Weiterbildungen. Rund 70 Mitarbeitende wurden so über ihre Aufgaben bei Projektmassnahmen und die Selbsthilfe informiert. Andere Massnahmen - wie das Auflegen von Flyern im öffentlichen Bereich - sind aufgrund der Covid-19 Einschränkungen bis auf Weiteres nicht möglich. Doch gut Ding will Weile haben. Nun heisst es: flexibel, optimistisch und hartnäckig bleiben.
 
Melanie Martin, Kontaktstelle Selbsthilfe Solothurn, Projektverantwortliche Kanton Solothurn
 
Wissenschaftliche Erkenntnisse aus dem Vorprojekt (2017-2020)
Während drei Jahren wurde das Projekt «Selbsthilfefreundliche Gesundheitsinstitutionen» entwickelt und in Pilotregionen umgesetzt. Es wurde durch die Hochschule Luzern – Soziale Arbeit wissenschaftlich begleitet. Die Schlussevaluation war verbunden mit Empfehlungen, welche für das schweizweite Projekt aufgenommen wurden.
Ein grosses Thema, welches auch bereits während der Projektentwicklung, konstatiert und dementsprechend laufend verbessert wurde, war der Einbezug der Betroffenen. Für die schweizweite Ausweitung des Projektes (ab 2021) wurde deshalb die Partizipation auf Augenhöhe der bestehenden Selbsthilfegruppen präzisiert.
Ein weiteres Thema war die Implementierung der Kooperation (nach Beendigung der Projektphase). Basierend auf den Erfahrungen vom Vorprojekt und aus den Empfehlungen der wissenschaftlichen Begleitung, erarbeitete Selbsthilfe Schweiz Konzepte zur Implementierung in den Regelbetrieb der Spitäler wie auch der regionalen Selbsthilfezentren. Diese sind aus heutiger Sicht nachhaltig. Jedoch gilt es noch die Finanzierung zu gewährleisten.
Die dritte Empfehlung aus der Studie betrifft ebenfalls die Finanzen: Die Selbsthilfe wird ungenügend gefördert, d.h. es fehlen Strukturbeiträge. Selbsthilfe Schweiz wie auch die regionalen Selbsthilfezentren sind sich dieser Tatsache bewusst und versuchen seit Jahren die Anerkennung der Selbsthilfeförderung auch finanziell zu erwirken. Künftig wird Selbsthilfe Schweiz ein noch grösseres Augenmerk auf die strukturelle Förderung der Selbsthilfe im Allgemeinen legen. Selbsthilfe Schweiz ist überzeugt, dass alleine dieses Projekt nicht reicht, um die notwendige Selbsthilfeförderung in der Schweiz voranzutreiben.

Sarah Wyss, nationale Projektleiterin "selbsthilfefreundliche Spitäler" und Geschäftsführerin Selbsthilfe Schweiz

 

Gesundheitsförderung Schweiz unterstützt das Projekt «Gesundheitskompetenz dank selbsthilfefreundlichen Spitälern»
Der Projektbeitrag aus dem Präventionsfördertopf von Gesundheitsförderung Schweiz ermöglicht die schweizweite Umsetzung des Projektes von 2021-2024. Selbsthilfe Schweiz ist derzeit mit Hochdruck daran, die Projektunterlagen für die regionale Umsetzung fertigzustellen, damit per 1.1.2021 das Projekt in möglichst vielen Regionen – und im Besonderen auch in der lateinischen Schweiz – umgesetzt werden kann. Wir sind hocherfreut und dankbar über diesen Beitrag und freuen uns, mit den selbsthilfefreundlichen Spitälern einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitskompetenz beitragen zu können.
Alle Unterlagen und Dokumentationen zum PGV-Projekt werden in Kürze auf unserer Website aufgeschaltet.
 
Grosse Anerkennung für die gemeinschaftliche Selbsthilfe im Kanton Zürich
Neben der Finanzierung des nationalen Projekts «Gesundheitskompetenz durch selbsthilfefreundliche Spitäler» durch Gesundheitsförderung Schweiz, erfährt das Vorhaben auch im Kanton Zürich eine grosse Anerkennung. Unter dem Namen «Selbsthilfefreundliche Gesundheitsinstitutionen für den Kanton Zürich» beantragten die drei Selbsthilfezentren in Zürich, Uster und Winterthur beim Lotteriefonds des Kantons Zürich bereits vor rund einem Jahr die finanzielle Unterstützung einer kantonalen Umsetzung. Dies aufgrund der damals noch unklaren nationalen Finanzierung. Das Gesuch wurde im Juli 2020 gutgeheissen. Die Finanzierung durch Bund und Kanton ermöglicht es nun, der grossen Anzahl Gesundheitsinstitutionen im Kanton Zürich gerecht zu werden. Von den grossen universitären Spitälern und Kliniken bis hin zu den Regionalspitälern: Ziel ist eine gute Abdeckung der Institutionen um möglichst vielen Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörigen den Zugang zu Selbsthilfegruppen zu ermöglichen. Wir freuen uns darauf, diese Aufgabe mit viel Motivation und Überzeugung anzugehen.
 
Nadia Maurer, Selbsthilfe Zürich, Projektkoordination Kanton Zürich
 
Selbsthilfe Zürich - Selbsthilfezentrum Region Winterthur - Selbsthilfezentrum Zürcher Oberland & Pfannenstiel
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Aktuell teilnehmende Selbsthilfezentren:
Selbsthilfe Zürich
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