Copy

Social Media Watchblog - Briefing 25.04.2016
Lieber im Browser lesen: Klick
Autor: Tilman

Inszenierte Zukunft

In einer Welt voller Kapuzenträger, sticht er als Erfinder des "tie tuesday" hervor: Kevin Systrom, Mitbegründer und Chef von Instagram. Er hat alles durchlebt, was einen Silicon Valley Nerd ausmacht, vom ersten eigenen Computer Spiel zu Schulzeiten, über Stanford-Studium bis hin zum gefloppten Start-up führte. Heute inszeniert er sich quadratisch, digital als Edelnerd mit dem Anspruch die Zukunft der Informationsgesellschaft mitzubestimmen. Ob Instragam das potential dazu hat? An dem nötigen Selbstvertrauen und der Vision scheint es Systrom nicht zu mangeln. Und zur Not ist da ja auch noch der große blaue Bruder, der sich als äußerst hilfreich erweist. Ein spannendes Portrait über den vermutlich einzigen ewigen Erwachsenen im Silicon Valley [Die Zeit].

Keine Zukunft ohne Werbung

Angeblich hat Snapchat in den USA Instagram ja vor kurzem auf der Popularitätsskala bei Jugendlichen überholt. Und Facebook kämpft heftig gegen den gelben Geist, wenn es um die Zahl der Videoviews und damit um Aufmerksamkeit geht. Das Netzwerk geht also durch die Decke, und macht der Konkurrenz ordentlich Dampf.

Aber wie das Sprichwort sagt kommt Hochmut oft vor dem Fall. Was Snapchat in Sachen Popularität und Nutzerzahlen grandios meistert, dass muss es an anderer Stelle erstmal nachholen. Denn das Netzwerk könnte bald über seine schlechte Ausbeute von Nutzerdaten stolpern. So es denn sein Finanzierungsmodell auf ähnliche Beine stellen will, wie eben die blaue Konkurrenz oder auch Google.

Die OnlineMarketingRockStars haben sich mal genauer angeschaut, welche Daten Snapchat Werbekunden überhaupt zur Verfügung stellen kann - und das scheint wenig überzeugend zu sein. Eine ausführliche und spannende Analyse von Evan Spiegels größer Baustelle, die sicher nicht in 10 Sekunden verschwunden ist [Onlinemarketingrockstars].

Facebooks politische Zukunft

Rein rechtlich gesehen, könnte Facebook in den US Vorwahlkampf um die Präsidentschaft eingreifen. Intern haben sich Mitarbeiter bei Facebook auch schon die Frage gestellt, ob sie das sollten. Wovon das Unternehmen aber auch gleich öffentlich Abstand genommen hat. Alles letzte Woche passiert.

Ein genauer Blick auf Facebooks Rolle im Wahlkampf macht nun aber deutlich, dass das Netzwerk keine so “neutrale” Position hat, wie es vielleicht scheint, denn Facebook spielt eine große Rolle bei Wahlwerbung. Was das Netzwerk für Politiker so attraktiv macht, ist natürlich die Reichweite, aber - viel mehr noch - die Genauigkeit, mit der Facebook einzelne Wählergruppen ansprechen kann.

Alles dank des reichhaltigen Datenschatzes, den wir dem Unternehmen zur Verfügung stellen. [Re/Code] erklärt das am Beispiel einer Kampagne von Ted Cruz. Noch deutlicher aber wird das am Beispiel einer Senatorin aus Alaska, die gezielt eine Kampagne für ein einzelnes Gebäude in Washington anstieß - um damit eine politische Entscheidung zu erreichen [Fusion]. Gespenstisch.

Mehr Gedankenfutter:

Wenn dir unser Newsletter gefällt und dir etwas wert ist, dann freuen wir uns über eine Empfehlung bei einem Kollegen oder Bekannten. Hier geht es zur Aboseite!
Copyright © 2016 Social Media Watchblog, All rights reserved.


Hier kannst du die Email-Einstellungen updaten oder das Abo beenden oder uns etwas spenden!