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Guten Morgen, liebe Watchblog-Leserinnen und Leser

Facebook-Satire: The Data Drive
The Data Drive amüsiert mit einer interaktiven dystopischen Facebook-Collage. Gemacht wurde das von Useless Press (Adrian Chen, Alix Rule und Sam Lavigne), die sich ironisch "high quality internet things" verschrieben haben und sich für dieses erste Social Media Satire-Projekt mit Daniel Kolitz (The Printed Internet) zusammengetan haben. [The Creators Project/VICE] Der Countdown zum nächsten Stunt läuft auf Useless Press schon: noch 5 Tage. [Useless Press]

Indien: Facebook Pop-Ups gegen Save-The-Internet-Proteste
Zuckerberg nutzt seine Macht aus und versucht mit Pop Ups auf Facebook die indischen User von seiner Internet.org-Idee eines beschränkten, werbefinanziertem Gratis-Webzugangs zu überzeugen. Gegen dieses gab es in Indien große Proteste, die Internet.org im Kontrast zum Ideal der Netzneutralität und einem offenen Internet sehen. [Quartz]

Kreditwürdigkeit via Facebook-Kontakte?
Facebook erweitert seinen Fundus an Diskriminierungsmöglichkeiten: Es hat ein Patent für eine Technologie angemeldet, die zur Ermittlung der Kreditwürdigkeit einer Nutzerin oder eines Nutzers aufgrund sozialer Kontakte verwendet werden kann. [Venture Beat] Könnte bestimmt auch prima für das granulare Advertising eingesetzt werden.

Social Media zur journalistischen Vernetzung
Melody Kramer hat sich umgehört, was für versteckte Social Media Gruppen Journalist*innen zur Vernetzung nutzen. Die Liste, zu der noch weiter beigetragen werden kann, hat sie nun veröffentlicht. [Poynter]

Vermeintlich Geflüchteter dokumentiert Reise auf Instagram
Unter @AbdouDiouf1993 findet sich auf Instagram die vermeintliche Flucht eines Migranten von Senegal nach Spanien dokumentiert. Dahinter steckt ein Medienteam, das dies für das Getxophoto Festival produziert hat, um den Event zu promoten und um Fragen zum Gebrauch von Fotografie in der heutigen Gesellschaft aufzuwerfen. Olivier Laurent führte dazu ein interessantes Interview. [Time]

Social Networks: Vom Genuss, ein Produkt zu sein
Wenn du nichts dafür zahlst, bist du das Produkt - so lautet ein Standardsatz zu Social Media, mit dem die Vorstellung einhergeht, dass Social Media User von den Plattformen nur manipuliert und ausgenutzt werden. Rob Horning stellt dem die These entgegen, dass es gerade das ist, was User an diesen Plattformen genießen: Zum Produkt zu werden. Ein Essay zu Social Media, Identitätspolitik und Konsumerismus. [The New Inquiry]

Anti-ISIS Youtube-Video #notanotherbrother
Ein Anti-Extremismus Think Tank aus London, die Quilliam Foundation, hat im Rahmen seiner #notanotherbrother-Kampagne viel Arbeit in die Produktion eines Anti-ISIS Youtube Videos gesteckt, das auf Menschen abzielt, die empfänglich für Radikalisierung sind. [Guardian]

#ILookLikeAnEngineer
Unter diesem Hashtag räumen derzeit Technikerinnen auf Twitter mit sexistischen Klischeevorstellungen davon auf, wie ein*e Techniker*in auszusehen habe - mit solchen war nämlich Initiatorin Isis Wenger auf eine Werbeanzeige und Blogpos hin konfrontiert. [Mashable] Eine Frau hat dafür inzwischen sogar noch einen extra Twitter-Foto-Generator gebaut!

#Landesverrat
Zum Schluss noch in Solidarität: #Landesverrat - Wie eine investigative Blog-Geschichte zu einer kleinen Staatsaffäre wurde, ein 17min Video in dem Markus Beckedahl gestern Abend auf dem 39. Netzpolitischen Abend die Ereignisse der vergangenen Tage zusammengefasst hat. [Netzpolitik]
Dieser Newsletter wurde kuratiert von @evemassacre.
 
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