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Newsletter OdA AM, Mai 2017


Liebe
 Frau <<Nachname>>

Im März konnte bereits die vierte Höhere Fachprüfung im Campus Sursee durchgeführt. In einem Rückblick und Erfahrungsbericht greift Markus Senn, Präsident der Qualitätssicherungskommission, wiederum einige Punkte zur optimalen Vorbereitung auf. Damit können einige Stolpersteine und Fallstricke für zukünftige Kandidatinnen und Kandidaten vermieden werden.

Auch die Informationsanlässe sind eine gute Quelle, sich über den Ablauf und den Inhalt der Prüfung gut vorzubereiten.

Für den Tarif 590 wird das Rechnungsformular zurzeit von den Krankenversicherern überarbeitet. Wir werden im nächsten Newsletter voraussichtlich im Mai darüber berichten. Bis dahin können Sie gut die ersten Gehversuche unternehmen und Erfahrungen sammeln. Für eine fixe Installation in Ihrer Praxis, würde ich Ihnen empfehlen, die überarbeitete Fassung abzuwarten. Sie soll auch eine Anbindung an bestehende Datenbanken ermöglich.

Ich wünsche Ihnen einen warmen und lebendigen Frühling.

Freundliche Grüsse
Rudolf Happle
Geschäftsführer


Informationsanlässe

Zur Vorbereitung auf die HFP

Freitag, 23.06.2017 16:00 – 18:30 Uhr, Olten Ausschreibung Anmelden
Donnerstag, 19.10.2017 16:00 – 18:30 Uhr, Fribourg Ausschreibung Anmelden

 

Für Mentorinnen und Mentoren

Freitag, 23.06.2017 19:00 – 20:30 Uhr, Olten Ausschreibung Anmelden
Donnerstag, 19.10.2017 19:00 – 20:30 Uhr, Fribourg Ausschreibung Anmelden

Aus der Berufspraxis

Verwendung des Titels

Der Abschluss und Titel nach der Höheren Fachprüfung lautet genauso wie er auf dem Diplom steht. Es gibt keine Varianten.

Also zum Beispiel
Naturheilpraktikerin mit eidg. Diplom in Traditionelle Chinesische Medizin
Naturheilpraktiker mit eidg. Diplom in Homöpathie

Der Titel ist das eine, die Vermarktung das andere. Wie Sie sich auf Ihrer Website, Ihrer Visitenkarte oder in Ihrer Broschüre darstellen, ist Ihnen überlassen. Vielleicht ist es wirksamer, wenn Sie Ihre Dienstleistungen oder Ihre spezielle Ausrichtung in den Vordergrund stellen.

Jedes Mal hingegen, wenn Sie den Titel verwenden, müssen Sie ihn korrekt verwenden.


HFP

Anmelden ab 6. Mai 2017

Die Anmeldung für die Höhere Fachprüfung (HFP) im November 2017 wird am 6. Mai 2017 aufgeschaltet. Sie finden den Link und weitere Information unter http://www.oda-am.ch/de/hoehere-fachpruefung/anmeldung-abmeldung/

Neuerungen Prüfungsteil P1

Der Leitfaden P1 Fallstudie wurde von der QSK bezüglich des Umfanges überarbeitet:

«Der Umfang der schriftlichen Arbeit darf von Kapitel «Einleitung» bis Ende des Anhangs maximal 50 Seiten betragen. Bei Fallstudien in der Fachrichtung TCM mit mehr als 1 Schwerpunkt darf der Umfang maximal 55 Seiten betragen.
Die Seitennummerierung beginnt bei der Einleitung mit 1 und geht durchgehend bis zum Ende des Anhangs. Längere Fallstudien werden von der QSK zurückgewiesen.»

Die aktuelle Version trägt das Datum 14.03.2017 und ist auf der Website der OdA AM unter http://www.oda-am.ch/de/hoehere-fachpruefung/fallstudie/ aufgeschaltet. Für die HFP im November 2017 ist diese Version gültig.

Auf der Website ist auch eine Wordvorlage zur Fallstudie P1 aufgeschaltet, welche so eingerichtet ist, dass die Seitennummerierung mit der Einleitung bei 1 beginnt. Sie ist kompatibel mit aktuellen und älteren Word-Versionen.

Die Echtheitserklärung zur Fallstudie P1 wurde ebenfalls von der QSK überarbeitet. Sie steht ebenfalls zum Herunterladen zur Verfügung und muss für die Fallstudie P1 für die HFP im November 2017 verwendet werden.

Übergangsfristen

Mit 10 Jahren nachgewiesener Berufspraxis können Sie sich noch bis 21. November 2018 an die HFP anmelden.
Mit 5 Jahren nachgewiesener Berufspraxis können Sie sich noch bis 21. November 2022 anmelden. Hierbei müsste demnächst mit der Berufspraxis begonnen werden und die notwenigen Dokumente besorgt werden (Berufshaftpflicht, AHV-Selbständigkeit, EMR-Registrierung), um die Zulassungsbedingungen zu erfüllen.

Rückblick auf die vierte HFP

Im März 2017 ist die vierte Höhere Fachprüfung durchgeführt worden.
Diese HFP hat wiederum auf dem Campus Sursee mit 83 Kandidatinnen und Kandidaten stattgefunden. Die Organisation verlief gut. Die Strukturen und Abläufe auf der Geschäftsstelle und im Prüfungssekretariat funktionieren gut. Die Kandidatinnen und Kandidaten erhielten ihre Resultate in der Woche vom 10. April 2017.

Die teilnehmenden Kandidatinnen und Kandidaten wollten, wie schon ihre 338 Kolleginnen vor ihnen, mit der Absolvierung der verschiedenen Prüfungsteile das neue eidgenössische Berufsdiplom in einer der vier Fachrichtungen erwerben. Bisher konnten 230 Kandidatinnen und Kandidaten diplomiert werden, was einer Bestehensquote von 68% entspricht. In den einzelnen Prüfungsteilen ist die Bestehensquote mit durchschnittlich ca. 75% deutlich höher. Für das Diplom müssen aber immer alle Prüfungsteile bestanden werden.

Natürlich wünscht sich die QSK, dass diese Quote in Zukunft noch ansteigen wird. Da die Zulassungsbedingungen mit den derzeitigen Übergangsregelungen sehr liberal ausgestaltet sind und die entsprechenden Vorbereitungs- und Informationsveranstaltungen von den Kandidaten nur spärlich genutzt werden, sind in diesem Bereich kurzfristig wohl keine Änderungen zu erwarten.

Neben den Informationsveranstaltungen der OdA AM, welche dieses Jahr wieder dreimal durchgeführt werden (Daten siehe oben), orientiert die QSK im Detail erstmals auch direkt die Dozenten der vorbereitenden Kurse über die Inhalte, Abläufe und Erwartungen an die Prüfungsleistungen.

Die Leitfäden zur HFP werden laufend verbessert, um die Anforderungen der einzelnen Prüfungsteile noch klarer aufzuzeigen. Dadurch werden diese aber immer länger und die Kandidaten müssen mehr Zeit in das Dokumentenstudium investieren. Wie schon in früheren Newslettern der OdA AM hier nochmals einige der häufigsten Gründe für ein Nicht-Bestehen der HFP:

  1. Trotz ausführlicher Leitfäden halten sich KandidatInnen oft nicht an die gegebene Aufgabenstellung, welche explizit vorgibt, wie die beschriebenen Kompetenzen im Prüfungsteil zu dokumentieren, darzustellen oder aufzuzeigen sind. Experten können in den Prüfungsteilen nur diejenigen Teile als genügend beurteilen, welche entsprechend auch vorhanden (gezeigt) wurden. So genügt es selbstredend in der Fallstudie auch nicht, nur einen Patientenfall darzulegen welcher mit einer «schönen Heilung» abgeschlossen wurde. Solche Fälle hat hoffentlich jeder langjährig Praktizierende. Ein guter Behandlungserfolg ist einerseits nicht zwingend und garantiert andererseits aber auch nicht automatisch das Bestehen.
    In allen Leitfäden wird eindringlich das Studium des neuen Berufsbildes gefordert. Der QSK ist durchaus bewusst, dass die bisher Praktizierenden mit ihrer früheren Ausbildung, den verschiedenen kantonalen Vorschriften zur Praxistätigkeit und ihrer jahrelangen persönlichen Arbeitsweise nicht unbedingt den Vorgaben des neuen Berufes entsprechen. Die Prüfungsaufgabe sieht in der Fallstudie die nachvollziehbare Darstellung der eigenen Arbeitsweise gemäss den Kompetenzen des Berufsbildes vor und deshalb steht in allen Leitfäden der folgende Hinweis:

    „Für die höhere Fachprüfung wird vorausgesetzt, dass Sie sich mit dem neuen Berufsbild auseinandergesetzt und verglichen haben, inwiefern Ihre Berufspraxis damit übereinstimmt. Sie müssen fähig sein, die im Berufsbild beschriebenen und im Leitfaden dargelegten Kompetenzen zu zeigen und zu begründen, selbst wenn Sie sich in Ihrer alltäglichen Praxis eine andere Arbeitsweise angeeignet haben oder Sie aufgrund kantonaler Einschränkungen bestimmte Kompetenzen nicht ausüben durften.“

    Offenbar ist die (Meta-) Kompetenz – die Fähigkeit seine Kompetenzen aufzuzeigen und zu begründen – oft der Hauptgrund für eine mangelhafte Prüfungsleistung. Viele langjährig Praktizierende haben Mühe, ihr Tun gemäss den Vorgaben schriftlich zu dokumentieren. Hier können aber die Vorbereitungskurse entsprechend Abhilfe schaffen.
  2. KandidatInnen, welche in ihrer Arbeit die Fachrichtungskompetenzen mit Methoden ausüben welche z.B. die Ganzheitlichkeit, wie sie das Berufsbild beschreibt nicht umsetzen, haben ebenfalls Mühe, die HFP zu bestehen. So muss beispielsweise auch beim Kriterium Informationsbeschaffung (wie die Anamneseprozesse) die Kompetenz immer vollständig gemäss Berufsbild gezeigt werden. Hier sind einzelne Methoden innerhalb einer Fachrichtung welche in einer «reduzierten» und «isolierten» Form angewendet und dargestellt werden (wie z.B. Akupunktur nach Dr. Than in der TCM, gewisse Miasmatikkonzepte in der Homöopathie oder Beschränkung auf eine einseitige Bioresonanz-Diagnostik in der TEN) nicht umfassend genug um die Kompetenzen gemäss Berufsbild aufzuzeigen.
  3. Bei den mündlichen Prüfungssequenzen zeigen einige Kandidatinnen grosse Mühe, sich auf die Eingangsfragen zum Prüfungsgespräch einzulassen. Gerade im Prüfungsteil P2 «Fachgespräch zur Fallstudie» wird allzu oft nur auf die eingereichte Arbeit selbst verwiesen und empört ein gründlicheres Lesen von Seiten der Experten verlangt. Aufgabe ist dabei jedoch, dass die Kandidatinnen die eigene Kompetenz nochmals darstellen und aufzeigen, dass ihre Fachkompetenzen über die schriftlich dargelegten Aspekte hinausgehen. Hier wird gemäss Aufgabenstellung auch eine entsprechend offene Diskussionsbereitschaft und eine selbstkritische Auseinandersetzung mit der Arbeit und der eigenen Vorgehensweise erwartet.
  4. Verschiedene Kandidatinnen haben nicht bestanden, weil sie es leider nicht geschafft haben ein durchgehendes und ganzheitliches Behandlungskonzept darzulegen. Die Aspekte Anamnese/Diagnostik, Analyse, Therapieumsetzung und Therapieevaluation haben sich zu wenig aufeinander bezogen und blieben dabei «unzusammenhängendes Stückwerk». Damit genügten sie weder dem detaillierten Aufgabenbeschrieb in den Leitfäden noch den Anforderungen, welche an die Arbeitssystematik von Informations-, Planungs-, Realisierungs- und Evaluationsprozesse (IPRE) gestellt werden.
  5. In der Fachrichtung TCM gibt es die Möglichkeit, die HFP mit mehreren Schwerpunkten zu absolvieren. Diese werden dann in einem separaten Schwerpunktzertifikat von der OdA AM bescheinigt, da dies im Diplom selbst nicht ersichtlich ist. In den unterschiedlichen Prüfungsteilen müssen aber für alle Schwerpunkte die notwendigen Kompetenzen aufgezeigt und erfüllt werden. So haben schon einige Kandidatinnen in der Fallstudie den Schwerpunkt Akupunktur umfassend und korrekt dargelegt, aber die parallel durchgeführte Tuina oder die Arzneitherapie nur unvollständig und nicht nachvollziehbar aufgezeigt. So ist dann aber der ganze Prüfungsteil von den Experten als nicht bestanden zu werten.

Wir hoffen, dass Ihnen diese Hinweise bei Ihrer Vorbereitung auf die HFP gute Dienste erweisen.

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Niklaus Konrad-Strasse 18
4500 Solothurn

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