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Newsletter OdA AM, April 2019

Liebe  Frau <<Nachname>>
 
Das Schreiben einer Fallstudie ist eine Herausforderung und nicht immer einfach. Wieso es sich nicht unbedingt lohnt, sich zu fest an anderen Fallstudien zu orientieren, lesen Sie in diesem Newsletter.
Die Komplementär- und Alternativmedizin ist in der Bevölkerung sehr gefragt. Dies zeigt eine Befragung des Bundesamtes für Statistik. Dies zeigen auch die regen Aktivitäten und Aussagen verschiedener Gruppierungen und Projekte. Lesen Sie mehr in diesem Newsletter.
 
Gelesen:
«Das Schöne am Frühling ist, dass er immer gerade dann kommt, wenn man ihn am dringendsten braucht.» (Jean Paul)
 
Ich wünsche Ihnen einen erfrischenden und erheiternden Frühling.

 
Freundliche Grüsse
Rudolf Happle
Geschäftsführer OdA AM

Agenda

Die nächsten Infoveranstaltungen der OdA AM finden wie folgt statt:

25. April 2019 Infoveranstaltung HFP Naturheilpraktiker/in (Ausschreibung / Anmeldung) Fribourg
25. April 2019 Infoveranstaltung Mentoren M7 (Ausschreibung / Anmeldung) Fribourg
2. September 2019 Infoveranstaltung HFP Naturheilpraktiker/in (Ausschreibung / Anmeldung) Olten
2. September 2019 Infoveranstaltung Mentoren M7 (Ausschreibung / Anmeldung) Olten

Weitere Veranstaltungen von Bildungsanbietern oder Mitgliedern der OdA AM im Zusammenhang mit der Höheren Fachprüfdung finden Sie auf der Webseite der OdA AM unter http://www.oda-am.ch/de/aktuell/agenda/


Vorsicht mit ‘Vorbild’-Fallstudien P1

Immer wieder erfährt die QSK AM, dass Kandidat*innen ihre Fallstudie P1 gegen Entgelt zur Verfügung stellen und auch Tipps und Tricks für die HFP verkaufen, nachdem sie die Höhere Fachprüfung (HFP) bestanden haben.
Die QSK AM warnt explizit vor einem solchen Vorgehen. Die Kandidat*innen, welche die HFP bestanden haben, wissen nicht, wie gut ihre Fallstudie und ihre Prüfungsleistung war. Gemäss Vorgaben in der Prüfungsordnung kann jeweils nur mitgeteilt werden, ob eine Prüfung als bestanden oder nichtbestanden gilt. Allenfalls war die ‘Vorbild’-Fallstudie nur knapp genügend. Ausserdem ist die Übernahme von Textpassagen aus anderen Arbeiten untersagt. Die eingereichten Fallstudien werden jeweils auf Textübernahmen und auf Plagiatsverdacht geprüft.


Leistungsabrechnung bei Schwangerschaft

Auf dem Rechnungsformular für den Tarif 590 werden die Behandlungsgründe Krankheit, Unfall, Prävention und «Schwangerschaft» genannt. Schwangerschaft müsste richtigerweise Mutterschaft heissen.

Die Mutterschaft umfasst die Schwangerschaft, die Geburt sowie die nachfolgende Erholungszeit der Mutter. In der Grundversicherung sind die Frauen in der Zeit ab der 13. Schwangerschaftswoche bis acht Wochen nach der Niederkunft von jeglicher Kostenbeteiligung befreit, unabhängig davon, ob die Beschwerden direkt eine Folge der Schwangerschaft sind oder nicht. Einige Krankenversicherer befreien die Patientinnen während diesem Zeitraum auch in den Zusatzversicherungen vom Selbstbehalt.


Zusammenarbeit Naturheilpraktiker und andere Gesundheitsberufe

Das Projekt «Interprofessionalität im Gesundheitswesen» der OdA AM widmet sich an Symposien und im Austausch mit andern berufen diesem Thema

Nachdem die Delegierten an Ihrer Versammlung im Frühjahr 2018 das Projekt «Interprofessionalität im Gesundheitswesen» kurz IPG genannt, genehmigt haben, informieren wir Sie aus dem Projektteam über die gewonnenen Erkenntnisse und Ergebnisse.
Das Ziel dieses Projekts, mit einer Planungsphase von 4-5 Jahren, ist es, durch eine breit abgestützte Vernetzung und Akzeptanz unseres Berufes in der Berufslandschaft, insbesondere natürlich im Gesundheitswesen, die Rahmenbedingungen für uns als Therapeuten zu verbessern. Das entsprechende Konzept ist in der Umsetzungsphase. Die Mitglieder des Gremiums suchen aktiv Kontakte zu bereits vorhandenen Projekten, fordern die konkrete Miteinbeziehung der Komplementärmedizin. D.h. jedoch auch Bereitschaft zur Mitarbeit und Mitgestaltung zu offerieren, denn nur Lippenbekenntnisse verhallen im Wind. So haben wir als Beispiel am Symposium des BAG (Bundesamt für Gesundheit) und der SAMW (Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften) zum Thema «Interprofessionalität: Better Chronical Care» teilgenommen und mit allen führenden Personen vom BAG, SAMW, der Plattform Interprofessionalität sowie mit den Leitungspersonen der vorgestellten Projekte konkret das Gespräch gesucht, uns als wichtigen Player im Thema Interprofessionalität vorgestellt und in die Diskussion eingebracht. In einigen Gesprächen haben wir dann auch Signale erhalten, dass wir die Sensibilisierung für eine umfassende Interprofessionalität im Gesundheitswesen angestossen haben.
Unser Effort und Lobbying an diesem Symposium war zwingend notwendig, denn in keinem der Referate und der Forschungsprojekte wurde die Komplementärmedizin erwähnt, nicht einmal, dass sie hier bewusst nicht miteinbezogen wurde. Wir haben noch ein immenses Engagement auf verschiedenen Ebenen zu leisten. Diese Erkenntnis hat unser Gremium jedoch nicht lahmgelegt, sondern uns klar aufgezeigt: Wir wollen unseren Platz im Gesundheitswesen als gleichwertigen Player und dafür setzen wir uns mit Fakten, hartnäckigem Dranbleiben und Mitarbeiten ein. Die Naturheilkunde und Sie als Teil der Komplementärmedizin haben das verdient.

Seit 01.01.02019 ist die OdA Alternativmedizin ausserordentliches Mitglied der «Plattform Interprofessionalität in der primären Gesundheitsversorgung». Hier sind Berufsverbände mehrerer Gesundheitsberufe zusammengeschlossen, welche die Entwicklungen der Interprofessionalität ebenfalls mitgestalten wollen.

Das Projektteam IGP
Manuela Messmer
Alexandra Nievergelt
Heidi Schönenberger, Projektleitung


Congress SCIM – Swiss Congress of Integrative Medicine

Letzten Herbst fand wiederum der SCIM in Chavannes-de-Bogis statt. Das Organisationskomitee mit der Präsidentin Véronique Zen-Gaffinen und den Mitgliedern Prisca Birchler, Monica Delastre und Susanne Jerne haben wiederum sehr kompetente Referenten in verschiedenen Themenbereichen der Naturheilkunde engagieren können – ich staunte nur!
Auch die OdA AM nutze diese Plattform und stellte den Beruf «Naturheilpraktiker mit eidg. Diplom» vor und beantwortete anschliessend viele Fragen sowohl von Bildungsanbietern als auch von Praktizierenden.

An den verschiedenen Ausstellerständen fanden rege Diskussionen statt. Der Austausch sowohl mit Herstellern als auch unter den Therapeuten war ein wichtiges Element dieses Anlasses. Und immer wieder traf ich auf ein Mitglied des Organisationskomitees. Sie waren omnipräsent und holten die Fragen, Ängste und Inputs der Praktizierenden auf eine gute welsche Art ab. Die Anwesenden fühlten sich – aus meiner Wahrnehmung heraus – gut betreut und ernst genommen. Durch das breite Angebot der Referate wurden auch die unterschiedlichen Ansprüche in verschiedenen Themen erfüllt.

Mein Dank an alle Mitwirkenden an diesem Kongress. Solche Veranstaltungen helfen, den Zusammenhalt, das gegenseitige Verständnis und die Entwicklung in der täglichen Arbeit zu etablieren. Dadurch stärkt sich dann auch das Selbstverständnis für unseren Beruf Naturheilpraktiker mit eidg. Diplom.

Ich freue mich bereits auf den nächsten SCIM vom 14.- 16. Juni 2019. Der Link dazu ist: www.scim.ch

Heidi Schönenberger Mitglied politische Kommission der OdA AM


Überarbeitete Arzneimittelliste Ayurveda-Medizin

Die neue Arzneimittelliste Ayurveda-Medizin ist auf der Website der OdA AM aufgeschaltet oder kann direkt unter folgendem Link heruntergeladen werden: Arzneimittelliste


Revision Heilmittelgesetz - Aktueller Stand

Das revidierte Heilmittgesetz ist am 1.1.2019 in Kraft gesetzt worden.
Die Umteilung der Verkaufsabgabekategorien ist erfolgt. Die Swissmedic hat dabei die Mehrheit der bisher in der Abgabekategorie C nunmehr in die Abgabekategorie D (frei verkäuflich in Apotheken und Drogerien) umgeteilt, Insbesondere die Mehrheit der komplementär- und alternativmedizinischen Arzneimittel. Dies ist insofern von Bedeutung, da der Naturheilpraktiker mit eidgenössischem Diplom in Zukunft nicht verschreibungspflichte Arzneimittel aus dem Bereich Komplementärmedizin abgeben darf (neuer Art. 49 VAM). Die Swissmedic wird dazu in Zusammenarbeit mit den Berufs- und Fachverbänden eine entsprechende Liste der abgabeberechtigen Heilmittel erstellen und anschliessend publizieren. Die Bewilligung zur Abgabe von Arzneimittel fällt unverändert in den Kompetenzbereich der Kantone.

Zusammenfassung HMG-Revision

  • Der NHP ED ist grundsätzlich berechtigt zur Abgabe von nicht verschreibungspflichtigen Arzneimitteln aus dem Bereich der Komplementärmedizin (Art. 25 HMG, Art. 49 VAM).
  • Für die Abgabe von Arzneimitteln ist eine kantonale Bewilligung erforderlich (Art. 30 HMG). Eine kantonale Berufsausübungsbewilligung berechtigt nicht automatisch zur Abgabe von Arzneimitteln.

Die Arzneimittelliste der nicht verschreibungspflichtigen Arzneimittel gemäss Art. 49 VAM ist jedoch bisher nicht publiziert worden. Offen bleibt die Frage, ob es hier eine Einheitsliste oder pro Fachrichtung entsprechende Abgabelisten geben wird. Eine Option könnten auch zwei Listen sein: eine Liste der traditionell angewendeten Europäischen Arzneimittel (auf der Basis der Liste HAS) und eine Liste der traditionellen asiatischen Arzneimittel (auf der Basis der Liste TAS).

Die Umteilung der für die TCM wichtige Liste TAS (traditionell asiatische Stoffliste) ist nun ebenfalls nicht vollständig erfolgt. Hier sind im Moment immer noch rund 150 Stoffe in der Evaluation. Es handelt es sich um Stoffe, deren Sicherheitsprofil nicht geklärt ist, deren Anwendung eingeschränkt ist bzw. für die es entsprechende Warnhinweise (bei Schwangerschaft und Stillzeit gibt.
Es besteht hier die Gefahr, dass einige noch in Evaluation befindlichen Stoffe in die Liste B (verschreibungspflichtig) hochgestuft werden und damit dem NHP mit Fachrichtung TCM nicht mehr zur Verfügung stehen.

Seit rund einem Jahr besteht eine Task Force aus Vertretern des TCM Fachverbandes (Alexandra Nievergelt, Co-Präsidentin und Nina Zhao Seiler, wissenschaftlicher Beirat) und der OdA AM (Dr. R. Renato Kaiser, Dossierverantwortlicher Arzneimittel) unter Einbezug von Vertretern der im TCM-Bereich tätigen Firmen sowie externen Fachpersonen für die Arzneimittelsicherheit im TCM-Bereich.

Diese Task Force tauscht sich regelmässig aus und ist auch in Kontakt mit den für die Umteilung der Stoffe in der Liste TAS verantwortlichen Personen bei Swissmedic.

Für uns ist es ein grosses Anliegen, dass die Swissmedic die immer noch in Evaluation befindlichen Stoffe der Liste TAS (gekennzeichnet mit C*) in die Abgabekategorie D umteilt, damit diese Stoffe weiterhin ohne ärztliches Rezept, nach Fachberatung, abgegeben werden dürfen. Hierzu ist es erforderlich, wissenschaftliches Erkenntnismaterial und das entsprechende Argumentarium für die Swissmedic zusammen zu stellen.

Dr. R. Renato Kaiser, Vorstandsmitglied OdA AM, Mitglied der PoKo Alexandra Nievergelt, Co-Präsidentin TCM Fachverband Schweiz, Mitglied der PoKo


Die Strategie der OdA AM 2019

Der Vorstand hat in einer eintägigen Klausur die Strategien der OdA AM ausgearbeitet.

Der Vorstand der OdA AM hat sich am 23.11.2018 zum alljährlichen Workshop ‘Strategietag’ getroffen. Ziel war es, einerseits Fazit zu ziehen über die Aktivitäten des Jahres 2018 und andererseits das Jahr 2019 strategisch zu planen und vorzubereiten. Der Vorstand wollte wissen, welche strategischen Ziele und Massnahmen 2018 erreicht wurden und mit welchen Resultaten. Darauf basierend hat der Vorstand die neue Strategie mit den entsprechenden Zielen und Massnahmen und die neuen Jahresschwerpunkte 2019 festgelegt. Er wird im Laufe des kommenden Jahres periodisch überprüfen, ob und wie diese Ziele und Massnahmen umgesetzt werden und ob sie allenfalls der aktuellen Situation angepasst werden müssen.
Der Vorstand konnte auf ein gutes, wenn auch in Teilen hektisches Jahr, zurückblicken. Vieles konnte tatsächlich 2018 erreicht und umgesetzt werden. Der Vorstand dankt an dieser Stelle allen Beteiligten in der Geschäftsstelle, der Qualitätssicherungskommission QSK, der Politischen Kommission PoKo, den Prüfungsexpert*innen und auch den Verantwortlichen bei den Mitgliedorganisationen für den grossen Einsatz und die sehr gute Arbeit.

Was wurde erreicht 2018? Hier einige Schwerpunkte, ohne dem Jahresbericht vorzugreifen. Im Mittelpunkt standen 2018 sicher die drei Höheren Fachprüfungen,die zwei regulären und eine ausserordentliche. Alle Prüfungen konnten reibungslos und erfolgreich durchgeführt werden. Das bedeutete viel Arbeit für die Geschäftsstelle, die Subkommission HFP und die QSK. Die Höheren Fachprüfungen bzw. die eidgenössischen Diplomtitel der Naturheilpraktiker*innen etablieren sich langsam im Schweizer Gesundheitswesen. Das zeigen auch die überraschend vielen Anmeldungen zur Prüfung, die 2018 eingegangen sind. Erstmals wurden 2018 die medizinischen Grundlagen M1 und in den Bereichen TCM und Homöopathie mit den M2 Prüfungen das Fachbereichswissen geprüft.

Die Politische Kommission der OdA AM hat sich als Gremium etabliert und erfolgreich gearbeitet. Sie befasst sich mit der Berufspolitik, z.B, mit kantonalen Gesetzgebungen, die die Alternativmedizin betreffen und die kantonalen Zulassungen betreffen. Thema ist auch die Zusammenarbeit mit den Krankenkassen. Die Organisation und das Funktionieren der OdA AM wird weiter optimiert. Dieser Prozess wurde eingeleitet. Im Mittelpunkt stehen Fragen wie, wer nimmt in Zukunft welche Aufgaben war, wie ist die Aufteilung der Aufgaben zwischen der QSK und der Geschäftsstelle und wer hat welche Verantwortlichkeiten. Die Rechnung der OdA AM ist 2018 ausgeglichen und der Wechsel im Präsidium der OdA AM ging gut über die Bühne.


Pressemitteilung

Immer mehr Leute greifen auf komplementärmedizinische Leistungen zurück

28.02.2019 - Die Hälfte der Schweizer Bevölkerung ab 15 Jahren nimmt über einen Zeitraum von sieben Tagen mindestens ein Medikament ein. Dies geht aus den Standardtabellen zur Schweizerischen Gesundheitsbefragung 2017 des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor. Im Vergleich zu früheren Befragungen ist dieser Wert angestiegen. Immer mehr Leute greifen auf komplementärmedizinische Leistungen zurück. 29% haben diese 2017 nachgefragt, wobei die Inanspruchnahme in der französischsprachigen Schweiz weiterverbreitet ist als in der deutsch- oder italienischsprachigen Schweiz.

https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-74151.html
https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/aktuell/neue-veroeffentlichungen.assetdetail.7486439.html


Grüne für die Komplementärmedizin

Aus der Politik: Die Grüne Partei will in der nächsten Legislatur im Bereich der Gesundheit u.a. erreichen, dass «… mit der Förderung von Komplementärmedizin in Anwendung, Lehre und Forschung ein verstärkter Beitrag zu einer kostengünstigen und ganzheitlichen Gesundheitsversorgung geleistet wird.». (Wahlplattform Kap. 3.4.2)

(Quelle: https://gruene.ch/wp-content/uploads/2019/02/190112_dv_wahlplattform_d.pdf)

Wir haben mit den Grünen Kontakt aufgenommen und werden versuchen, uns im Sinne der OdA AM, unserer Mitgliedorganisationen und der Naturheilpraktiker*innen einzubringen.


Patient, Arzt, Big Data – wer hat die Definitionsmacht?

Aus dem Newsletter der SAMW (Montag, 24.02.2019)

Wie entwickelt sich das Verständnis von Gesundheit und Krankheit in der Gesellschaft? Welche Auswirkungen haben diese Veränderungen auf die Medizin? Der Schweizerische Wissenschaftsrat (SWR) und die SAMW befassen sich seit mehreren Jahren mit Konzepten von Gesundheit und Krankheit. Im April 2018 organisierten die beiden Institutionen einen Workshop, um aktuelle Konzepte zu diskutieren und mit Expertinnen und Experten aus der Gesundheits- und Wissenschaftspolitik Herausforderungen für die Schweiz zu identifizieren. Ein Produkt dieses Tages ist die Publikation «Patient, Arzt, Big Data – wer hat die Definitionsmacht?».
Auf den ersten Blick scheinen sich Konzepte und Auffassungen von Gesundheit und Krankheit auf abstrakte Überlegungen zu beschränken. Patientinnen und Patienten und die Gesundheitsfachleute sind davon jedoch ganz konkret betroffen. Etwa eine Person, die keine Arbeitslosenentschädigung erhält, weil sie als zu krank gilt, um zu arbeiten, die aber die nötigen Voraussetzungen nicht erfüllt, um Leistungen der Invalidenversicherung zu beziehen.
Am Workshop «Patient, Arzt, Big Data – wer hat die Definitionsmacht?» wurde insbesondere diskutiert, ob die heutigen Begriffe von Gesundheit und Krankheit neu definiert werden müssen, um dem Zeitalter von Big Data und künstlicher Intelligenz besser gerecht zu werden. Wenn ja, welche Organisation soll welche Rolle übernehmen, um die Wissenschaft und die Gesellschaft bei diesem Prozess zu begleiten? Der Austausch konzentrierte sich auf drei Sichtweisen auf die Gesundheit: Die mittels wissenschaftlicher Daten erfasste Gesundheit, die Gesundheit aus Sicht der Fachleute und die Gesundheit als öffentliches Gut. Im Zentrum sollten dabei stets die Standpunkte und Interessen der Patientinnen und Patienten stehen. Die Diskussion ist lanciert und sie wird in breiteren Kreisen weitergeführt. Etwa mit der nächsten Publikation des SWR «Das Verständnis von Gesundheit und Krankheit im digitalen Zeitalter» (Politische Analyse 1/2019). Oder heute an der vom BAG, von Gesundheitsförderung Schweiz und von der SAMW gemeinsam organisierten Kurztagung «Definitionen von Gesundheit – Folgen für die Praxis». Mit dem Newsletter der SAMW bleiben Sie über die Entwicklungen zum Thema informiert.

Patient, Arzt, Big Data – wer hat die Definitionsmacht?
Sie können die dreisprachige Publikation (deutsch, englisch, französisch) auf der SAMW-Website herunterladen oder kostenlos gedruckt bestellen: www.samw.ch/tagungsberichte

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Unsere Kontaktadresse
OdA Alternativmedizin
Wengistrasse 11
4500 Solothurn

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