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Newsletter OdA AM November 2016


Liebe
 Frau <<Nachname>>

Ab 1. Januar 2017 wird es möglich sein, mit einem einheitlichen Rechnungsformular und dem Tarif 590 die naturheilkundlichen Leistungen abzurechnen.
Mitte Dezember 2016 werden Sie ein Schreiben der Krankenversicherer erhalten, anfangs Januar 2017 wird die OdA AM Ihnen zusätzliche Informationen zur Verfügung stellen.
Eine Übergangsfrist von einem Jahr ermöglicht Ihnen einen sanften Einstieg in den Tarif 590. Sie dürfen, aber Sie müssen nicht mit dem neuen Formular abrechnen. Erst ab dem 1. Januar 2018 wird das neue Formular verbindlich für alle Therapeutinnen und Therapeuten. Studieren Sie die Dokumente sorgfältig, machen Sie erste Erfahrungen und lassen Sie uns Ihre Meinung und Erfahrungsberichte ab dem 01.01.2017 zukommen.

In diesem Newsletter stellen wir Ihnen Rajha Pereira Vorstandsmitglied der OdA AM vor.

Von der QSK stammt ein Bericht über die Resultate und Erfahrungen der HFP im November 2016.

Welche Informationen fehlen Ihnen oder wünschen Sie in unserem Newsletter zu lesen? Senden Sie mir ein E-Mail auf rudolf.happle@oda-am.ch. Ich freue mich auf Ihre Anregung.

Freundliche Grüsse
Rudolf Happle
Geschäftsführer


News

Heft: Nicht-ärztliche Berufe der Komplementär- und Alternativmedizin

RH. Schwerpunktmässig widmet sich das Heft den eidgenössisch anerkannten Abschlüssen und zeigt, welche Rahmenbedingungen heute in Bezug auf die gesellschaftliche und rechtliche Situation, die Anerkennung der Ausbildung bestehen.
Ein Kapitel widmet sich den Methodenregistern mit einer Liste der im EMR erwähnten Methoden und Methodengruppen. Weiter finden Sie in diesem Heft ein Hintergrundinterview zum Arbeitsmarkt, vier Porträts von Berufsleuten sowie eine ausführliche Abkürzungsliste.
Als Download steht Ihnen eine Checkliste zur Verfügung als Hilfsmittel für Ihre Überlegungen zum Berufsentscheid und die Wahl der richtigen Ausbildung.

>> Hier können Sie das Heft beziehen


Aus dem Vorstand

Portrait Rajha M. Pereira, dipl. Arzt

Rajha PereiraRP. Schon in der Kindheit war für mich klar, dass ich einmal Arzt werden möchte. Ich bin in einer Ärztefamilie aufgewachsen und durfte somit sehr früh Einblicke in diese faszinierende Welt erhaschen.
So entschied ich mich für das Medizinstudium und schloss 2010 mit dem Staatsexamen an der Universität Zürich zum diplomierten Arzt ab. Meine erste Publikation im Rahmen meiner Dissertation erfolgte soeben im August 2016.
Während des Studiums habe ich Gefallen am Dozieren bekommen. Mein Wissen weiterzugeben, individuell auf jeden einzelnen Lernenden einzugehen und meine Lernenden mit positiver Motivation zu Höchstleistungen anzuspornen, das war und ist immer noch eine grosse Faszination für mich.
Auf diese Weise kam ich mit diversen Ausbildungsinstitutionen in ganz verschiedenen Bereichen in Kontakt und habe erkannt, dass es wichtig ist, einen Weg zu finden, dass Schul- und Alternativmedizin näher zueinander rücken, um maximal voneinander profitieren zu können.
So sehe ich auch mein Amt bei unserem Berufsverband als medizinische Fachperson. Als Arzt sehe ich viele Themen aus einer anderen Perspektive, was jeweils zu konstruktiven Gesprächen führt und woraus allumfassende Lösungen resultieren.
Es ist meine Vision, dass die Alternativmedizin in der Schweiz mehr Anerkennung erlangt. Dies ist aber nur möglich, durch eine solide Ausbildung an einer qualitativ hohen Bildungsstätte, welche die Vorgaben der OdA AM jederzeit einhält. Um das zu erreichen, werde ich mich auch weiterhin voll im Verband engagieren.


Tarif 590

Ausgangslage

RH. Wie bereits in früheren Newsletter kommuniziert, steht die Einführung bzw. die Aktivierung des Tarifs 590 per 01.01.2017 an. Die definitive Einführung erfolgt auf den 01.01.2018. In den nächsten Tagen werden die Krankenversicherer alle Therapeutinnen und Therapeuten mit aktuellen Informationen anschreiben.

Die OdA AM wird Sie anfangs 2017 aus der Sicht der OdA AM und den Naturheilpraktikerinnen und Naturheilpraktiker mit spezifischen Angaben und einer Umfrage per Newsletter und auf der Website http://www.oda-am.ch/de/beruf/ informieren. Ebenfalls wird eine Umfrage aufgeschaltet, um Ihre Erkenntnisse im Umgang mit dem Tarif 590 zu erfahren.

 

Zweck des Tarif 590

Der Tarif 590 bezweckt eine einheitliche Abrechnungspraxis durch die Therapeuten. Im Tarif sind die unterschiedlichen therapeutischen Leistungen bestimmten Ziffern zugeordnet. So lassen sich die Abrechnungen der Leistungserbringer von den Krankenversicherern gut nachvollziehen und einheitlich abwickeln. Der Tarif 590 beinhaltet keine Preise und keine Angaben, ob eine Leistung von einem Krankenversicherer vergütet wird oder nicht. Er listet lediglich die Verrichtungen der Leistungserbringer in der Komplementär- und Alternativmedizin auf.

Die Entstehung

Der Tarif 590 besteht seit dem Jahre 2011. Angewendet wurde er bis anhin jedoch nur von wenigen Therapeutinnen und Therapeuten. Eine Kooperation von namhaften Krankenversicherern hat nun beschlossen, den Tarif 590 praxistauglich zu gestalten und ihn ab dem 01.01.2017 zu verwenden. Nach Verhandlungen mit Vertretern der Organisationen der Arbeitswelt Alternativmedizin, Komplementärtherapie, Medizinische Masseure, Kunsttherapie und Osteopathie sowie Vertretungen der Registrierungsstellen ASCA, EMR, SPAK und APTN wird nun eine erste bereinigte Version in eine Übergangsphase geschickt. Erstmals in der Geschichte sitzen Krankenversicherer und Therapeutinnen und Therapeuten an einen runden Tisch und diskutieren ihre Anliegen und Bedürfnisse. Man kann nicht erwarten, dass nach dieser kurzen Zeit schon alles perfekt und fertig ausgereift ist. Weitere Gespräche am runden Tisch sind für 2017 bereits geplant und Optimierungen aus den ersten Erfahrungen mit dem Tarif 590 sind vorgesehen.

Die aktuelle Version des Tarifs 590, welche demnächst von den Krankenkassen bekannt gegeben wird, zeigt für Naturheilpraktiker/-innen schon einige Konsenslösungen aus den Verhandlungen der OdA AM mit den Krankenversicherern.

Tarif 590 und neues Rechnungsformular

Die OdA AM empfiehlt den Naturheilpraktiker/-innen aller Fachrichtungen mit oder ohne eidg. Diplom möglichst bald erste Erfahrungen mit dem Tarif 590 und dem neuen Rechnungsformular zu sammeln.
Das Rechnungsformular muss nicht, kann aber ab dem 01.01.2017 verwendet werden. Die Übergangszeit von einem Jahr dient allen Praktizierenden dazu, ihre Rechnungspraxis umzustellen und den Softwareherstellern ihre Programme anzupassen.

Ihre Fragen und Ihre Meinung

Studieren Sie bitte ausführlich die Informationen, welche die Krankenversicherer und die OdA AM Ihnen demnächst zur Verfügung stellen werden. Bitten rufen Sie noch nicht auf unserer Geschäftsstelle an, warten Sie vorerst alle Informationen ab.

Sobald Sie mit dem neuen Tarif und dem einheitlichen Rechnungsformular erste Anwenderschritte gemacht haben, sind wir interessiert an Ihren Erfahrungen. Unter folgendem Link können Sie an einer kurzen Umfrage teilnehmen und Ihre Rückmeldung und Fragen eingeben. Der Link wird auch auf der Website im Januar 2017 aufgeschaltet werden.
https://goo.gl/forms/n9nwWkAwIB6xauRG2


Höhere Fachprüfung

MS. Vom 7. - 10. November fand im Campus Sursee die dritte Höhere Fachprüfung HFP statt. In vier Fachrichtungen haben 93 Kandidatinnen und Kandidaten die Prüfung absolviert. Inzwischen sind die verschiedenen HFP-Prozesse sehr straff und effizient organisiert, so wurden die Absolventinnen und Absolventen schon in der Folgewoche, über ihr Prüfungsresultat informiert.
Von den 93 Teilnehmern, welche die HFP absolvierten, haben 60 Personen die Prüfung bestanden und 33 nicht bestanden. Die Durchfallquote ist immer noch hoch, ging aber gegenüber der HFP vom April 2016 etwas zurück (- 3%). Die Bestehensquote von 60% entspricht derzeit in etwa derjenigen der kantonalen Naturheilpraktikerprüfung des Kantons Appenzell Ausserrhoden.

Vor allem im Prüfungsteil P1 Fallstudie gab es mehr ungenügende Arbeiten, als dies von der QSK nach den umfangreichen Verbesserungen des Leitfadens P1 erwartet wurde. Interessanterweise zeigt die Statistik aller Prüfungsarbeiten eine fast gerade Linie und breite Verteilung zwischen den tiefsten und den besten Resultaten. Auch bezüglich der Fachrichtungen zeigt diese Statistik eine ausgeglichene Verteilung aller Resultate. Bei den Repetenten liegt die Bestehensquote derzeit bei 77%.
Über die Gründe für diese Resultate haben sich die Chefexperten und der Prüfungsleiter ernsthaft Gedanken gemacht. Offenbar fällt es weiterhin vielen Kandidaten schwer, ihre Kompetenzen in den verschiedenen Prüfungsteilen entsprechend nachvollziehbar darzustellen oder zu zeigen. Vielen Kandidaten ist offensichtlich nicht bewusst, dass nur positiv bewertet werden kann, was auch tatsächlich gezeigt wurde. Möglicherweise ist bei einigen Kandidaten die Metakompetenz für die Erstellung der Fallstudie aufgrund des vorhandenen Bildungsniveaus nicht genügend ausgebildet.

Die QSK rät für eine erfolgreiche Absolvierung unbedingt zur Teilnahme an einer der Infoveranstaltungen der OdA AM oder der Fachverbände. Die OdA AM hält zudem ihre Infoveranstaltungen jeweils auf dem neusten Stand der Erkenntnisse.
Leider schwindet aber das Interesse an diesen Infoveranstaltungen. Die Veranstaltung vom 24. November 2016 musste soeben wegen zu geringer Teilnehmerzahl auf den März 2017 verschoben werden.
In unseren Infoveranstaltungen machen wir unter anderem auch auf die folgenden «Fallstricke» aufmerksam, welche unbedingt bei der Prüfungsabsolvierung vermieden werden sollten:

Berufsbild mit eingeschränktem Rollenverständnis

  • Keine Rolle als Erstanlaufstelle, fehlende Beziehungsaspekte oder keine Ressourcenorientierung;
Konzeptlosigkeit
  • Kein ganzheitliches Behandlungskonzept im Sinne eines alternativ-medizinischen Gesamtkonzeptes AMG (gemäss Grundlagen AM) ersichtlich;
  • „Schulmedizinisches Behandeln“ mit naturheilkundlichen Mitteln;
  • keine energetisch-individuelle Diagnose-Therapie-Evaluations-Abfolge, rein schematisches Vorgehen (starres Vorgehen in Anamnese, Analyse und Therapie);
Schwierige Fallauswahl
  • «Schwierige» Fälle, ungeklärter Behandlungsauftrag (was soll geheilt werden?) Guter Behandlungserfolg ist einerseits nicht zwingend und garantiert andererseits auch nicht das Bestehen;
Mangelhafte Nachvollziehbarkeit und Begründungen
  • nicht nachvollziehbare Begründungen bei fachlichen Fragen, schwache Analysen und unklare Therapieplanung;
  • Selbstverständliches (bei Experten) wurde vorausgesetzt und nicht gezeigt, beschrieben oder geäussert;
Ungenügende Kommunikation
  • fehlende Diskussionsbereitschaft, verschlossene oder abweisende Gesprächshaltung;
  • kein Eingehen auf die Patienten wegen zu schematischem Vorgehen!

Mit solchen und anderen Tipps sollte einer erfolgreichen HFP-Absolvierung eigentlich nichts mehr im Wege stehen. Die QSK wünscht allen Kandidaten an der HFP vom März 2017 viel Erfolg!

 


Öffnungszeiten Geschäftsstelle

RH. Die Geschäftsstelle ist vom 23. Dezember 2016 bis und mit 2. Januar 2017 geschlossen. Wir freuen uns, im neuen Jahr wieder für Sie da sein zu dürfen.


Weihnachten

HS. Die Tage werden kürzer, ein sicheres Zeichen, dass sich das Jahr seinem Ende zuneigt und die Vorweihnachtszeit Einzug hält. Wir wünschen Ihnen speziell in dieser Zeit genügend Raum für Ruhe, Rückblick, Entspannung und Zeitfenster für das was Ihnen wichtig ist. Wir hoffen, dass Sie positiv auf das vergangene Jahr zurückschauen können und sich freuen, zuversichtlich und mit neuen Zielen ins Neue Jahr zu starten.
Für die Festtage wünschen wir Ihnen viel Freude, in welcher Form Sie auch immer die Feiertage verbringen werden und fürs 2017 gute Gesundheit und Zufriedenheit.

Der Vorstand
Die Geschäftsstelle
Die QSK

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Unsere Kontaktadresse
OdA Alternativmedizin
Niklaus Konrad-Strasse 18
4500 Solothurn

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