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Interview – Elektrosmog

Newsletter Nr. 1/2015


Sehr geehrter Leser,

Fakt für uns Baubiologen ist, der menschliche Organismus benötigt für eine störungsfreie Funktion eine natürliche Wohnsituation. Viele, wenn nicht sogar die meisten Alt- und Neubauwohnungen, können laut meiner Erfahrung ein gesundes Wohnen nicht mehr gewährleisten.

Meine Erfahrungen aus den letzten Jahrzehnten haben gezeigt, dass neben einer Belastung durch Schimmel oder Bauchemikalien auch unsichtbare Strahlungen und Schwingungen, hervorgerufen durch Elektrosmog oder Erdstrahlung, zu körperlichen Leiden oder Erkrankungen führen können.

Aus diesem Grund wurde von mir eine Arbeitsgruppe aus Baubiologen, Sachverständigen Heilpraktikern und Handwerksmeistern mit dem Ziel gegründet, nicht nur - wie heute vielfach üblich - ein Symptom wie z.B. Schimmel zu beseitigen, sondern die ganze Wohnsituation und die Gesundheit der Nutzer zu betrachten.
 

Nachfolgend die Niederschrift eines Telefoninterviews mit meiner Kollegin Frau Dr. Beate Hannemann zum Thema Elektrosmog und wie man sich dagegen schützen kann.
 

Liebe Beate,
viele Studien begründen den Verdacht, dass es in den Industrienationen dieser Welt immer mehr Menschen gibt, die elektrosensibel werden. Ursache hierfür sind die steigenden Belastung durch Computer, Notebooks, Energiesparlampen, Mobiltelefone, Mobilfunksendeanlagen, Babyphones und vieles mehr.

Was sagst Du dazu?

Ja, es ist richtig, dass immer mehr Menschen heute „unter Strom stehen“. Und immer mehr Menschen reagieren deutlich auf die elektromagnetischen Wellen mit Ausprägung von Krankheitssymptomen. Die zunehmende Belastung durch Funkstrahlung, die unphysiologischen oftmals stark gepulsten Frequenzen sorgen dafür, dass der menschliche Körper sich nicht anpassen kann.

Diese Strahlung durchdringt mühelos Beton, Dächer und Wände. Selbst wenn man selbst auf Funktechnologie in der eigenen Wohnung verzichtet, kann diese von WLAN oder DECT-Telefon des Nachbarn, die Fernbedienung des neuen Fernsehers oder durch Mobilfunksendemasten durch die eigene Wohnungswand eindringen. Folge der Hochfrequenzstrahlung sind diverse Symptome, von „Mir geht’s heut irgendwie nicht so gut“, also allgemein unspezifischen Beeinträchtigungen des Wohlbefindens bis hin zu gravierenden und komplexen Krankheitsbildern.

Warum findet dann, deiner Meinung nach, die negative Wirkung von Elektrosmog in der breiten Öffentlichkeit immer noch so wenig Beachtung?

Viele Menschen reagieren auf Elektrosmog mit Störungen, wissen aber nicht, woher diese rühren. Das Problem ist, dass man die Strahlung nicht sieht und wenig darüber bekannt ist und in der Öffentlichkeit auch wenig bekanntgegeben wird, und dass zu Unrecht Negativberichte oder Berichte von Erkrankten als psychosomatisch abgetan werden.

Du legst bei deiner Arbeit als Baubiologin und Heilpraktikerin großen Wert auf Wissenschaftlichkeit. Gibt es fundierte Studien und Forschungsergebnisse?

Internationale wissenschaftliche Forschungsberichte von renommierten Ärzten, darunter z.B. Prof. Dr. Karl Hecht, der ehemalige Leiter der Neurophysiologie der Berliner Charité oder Prof. Leif Salford aus Schweden mit alarmierenden Ergebnissen über die Langzeitwirkungen von Elektrosmog sind seit Jahren bekannt und im Internet nachzulesen. Auch viele deutsche Ärzte und Umweltmediziner, darunter z.B. Dietrich Klinghardt oder Dr. Joachim Mutter haben Elektrosmog bereits als einen wesentlichen pathogenen Faktor in ihren Veröffentlichungen benannt. Umfassende Fallstudien und Berichte hat der Baubiologe Wolfgang Maes veröffentlicht.

Nun eine Frage an die Baubiologin. Wenn das wirklich alles stimmt, wie kann dieser Elektrosmog den Körper beeinflussen?

Unser Körper reagiert in vielen Bereichen physikalisch über elektrische Impulse. Elektrosmog, darunter vor allem die Hochfrequenz durch WLAN, DECT und Mobilfunk beeinträchtigen diese physiologischen Prozesse, und das in mehreren Bereichen: die roten Blutkörperchen, die Erythrozyten, die normal als flache Scheiben den Sauerstoff durch kleinste Gefäße transportieren, lagern sich hintereinander wie Geldrollen. Damit passen sie nicht mehr durch die Kapillaren, und es kommt zu Minderversorgung in bestimmten Gebieten, mit der Folge von Konzentrationsstörungen, Müdigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, muskulären Verspannungen, Tinnitus, Hörsturz, erhöhter Aggressivität, Nervosität, Unruhe, allgemeiner Schwäche etc. Beim Gehirn kommt es zu messbaren Veränderungen der Gehirnströme, im EEG ist ein kurzes Handytelefonat noch eine Woche später nachweisbar. Des weiteren wird z.B. durch ein kurzes Handytelefonat und die dadurch bewirkte Strahlenemission die Öffnung der Blut-Hirn-Schranke für mehrere Stunden bewirkt, wodurch Stoffe oder Erreger, die normalerweise nicht die Blut-Hirn-Schranke überwinden könnten, ins Gehirn vordringen können. Das gleiche passiert bei Nutzung von WLAN. Weiterhin werden die Schilddrüse und die Hypophyse in ihrer hormonellen Regelung beeinträchtigt.

Folgen können Schilddrüsenfunktionsstörungen und -entzündungen sein, die schon bei Kindern auftreten können und verschwinden, wenn man die Kinder von der Funkstrahlung fernhält.

Infolge der gestörten Hormonregulation und -produktion kommt es zu Schlafstörungen (zu geringe Melatoninproduktion), Erschöpfung und Depressionen. Bei manchen Menschen bewirkt die Hochfrequenz Blutdruckerhöhung. Unfruchtbarkeit durch gestörte Spermienproduktion beim Handy in der Hosentasche ist wissenschaftlich nachgewiesen. Vielfach ist die Schädigung irreversibel. Man geht von DNA-Schädigung, Zellschäden, Genschäden und einer erhöhten Leukämie-, Krebs- und Hirntumorrate aus.

Stichwort Kinder, die sind vermutlich anfälliger für schädliche Umwelteinflüsse. Wurde oder wird hier ein Anstieg von bestimmten Krankheitsbildern festgestellt?

Bei Kindern sind die schädlichen Folgen der Strahlung deutlich ausgeprägter: Neben den obengenannten Symptomen sind speziell bei Kindern ein schlechteres Gedächtnis, verminderte Aufmerksamkeit, Verminderung der schulischen Leistungsfähigkeit, Schlafstörungen, Verhaltensveränderungen, ADHS, Zunahme von Krampfanfällen und depressive Verstimmungen zu beobachten. Festgestellt wurde bei Kindern wurde auch ein Anstieg der Autismus-Fälle in Zusammenhang mit Funkstrahlung. Dies sind nur einige Beispiele.
Der Präsident der Wiener Ärztekammer forderte bereits vor Jahren Werbeverbot von Handys an Schulen und Aufklärung gerade der Kinder bezüglich der gesundheitlichen Gefahren von Mobilfunkstrahlung.

Je nach Voraussetzungen des Immunsystems und individuellen Belastungen sind auch schwere Krankheitsbilder nachgewiesen.

Wenn der Zellstoffwechsel durch Funkstrahlung blockiert wird, wird die körpereigene Entgiftungsfähigkeit behindert, so dass komplexe und schwere Krankheitsbilder die Folge sind. Diese Krankheiten sind multifaktoriell, aber der Elektrosmog ist ein wesentlicher Faktor. Schirmt man diese schwer kranken Menschen von Elektrosmog komplett ab, so können auch vorher unwirksame Therapien wieder erstaunliche Erfolge bewirken. Ohne Abschirmung ist Genesung bei diesen Patienten häufig nicht möglich. Viele Menschen sind inzwischen elektrosensibel, für sie bedeutet die immer weiter zunehmende Funkbelastung der Umwelt eine erhebliche Minderung der Lebensqualität.

Was begünstigt eine Elektrosensibilität, kannst Du dazu etwas sagen?

Besonders beeinträchtigt sind vor allem Patienten mit (oft nicht erkannter) Borreliose, da die Borrelien unter Elektrosmogeinwirkung besonders viele Toxine produzieren. In Kopplung mit Schwermetallbelastung und gegebenenfalls noch Wohnraumgiften oder Pilzen kommt hier ein Cocktail zusammen, der zu schwersten Krankheitsbildern führt. Erst wenn die Elektrosmogbelastung beseitigt wird, kann hier wieder unter geeigneten Therapien und Entgiftungsmaßnahmen Gesundheit oder – je nach Schädigung - zumindest Besserung des Krankheitsbildes bewirkt werden.

Besonders starke körperliche Auswirkungen verursacht LTE bei vielen Menschen. Die Symptome zeigen sich als ausgeprägte Schlafstörungen infolge der gestörten Melatoninsynthese, hartnäckige therapieresistente Entzündungen aller Art, auch schon bei Kindern, Keimresistenzen, Störungen im Magen-Darm-Trakt, Konzentrationsstörungen und psychischen Symptome von Aggressivität bis Apathie, von Depressionen bis Burnout.
Meist sind lange Ärzteodysseen und kostenaufwändige Laboranalysen ergebnislos, maximal erfolgt eine oft wenig wirksame Therapie am Symptom, die Ursache, die nicht im Patienten liegt, wird nicht erkannt, nicht beseitigt, die Erkrankung bleibt.

Zum Glück findet man heute Heilpraktiker und Ärzte die sich all dieser Gefahren bewusst sind!

Ja, aber leider haben diese wissenschaftlichen Erkenntnisse noch nicht flächendeckend Eingang in die Ausbildung der Ärzte und das Bewusstsein vieler behandelnder Mediziner und Heilpraktiker gefunden. Dieses Wissen wird bislang erst in einem zwar internationalen, aber in Deutschland im Verhältnis zur Anzahl der Ärzte noch sehr begrenzten Kreis von ganzheitlich orientierten Ärzten oder Umweltmedizinern umgesetzt und auch noch nicht bei allen Heilpraktikern. Zum Glück wird es aber immer weiter bekannt, und es bleibt zu hoffen, dass es auch im Bewusstsein der breiten Bevölkerung einmal verankert wird, vor allem auch im Hinblick auf die Kinder.

Das wäre ja wünschenswert.

Früher war man sich auch der Gefährdung durch Röntgenstrahlung nicht bewusst, es wurden auf Jahrmärkten mit Röntgenstrahlung sichtbar gemachte „tanzende Skelette“ gezeigt und später jahrelang in Schuhgeschäften munter Kinderfüße durchleuchtet. Heute kennt man die Folgen, es gibt Strahlenschutzbehörden und restriktive Verordnungen im Bereich der Röntgenuntersuchungen. Bei Atomkraft und Röntgenstrahlen ist man sich der Gefahren inzwischen bewusst. Wer weitere Informationen und Links zu wissenschaftlichen Studien über die Gesundheitsgefahr von Mobilfunk und Elektrosmog sucht, findet diese unter anderem auf den Websites von „Diagnose Funk“ oder „Kompetenzinitiative“.

Was sollte deiner Meinung nach das Ziel sein?

Ziel sollte sein, den Elektrosmog im eigenen Wohn- und Arbeitsumfeld weitestgehend zu reduzieren. Dies ist die beste Prävention und Gesundheitsvorsorge und erhöht zugleich die Leistungsfähigkeit. Der Schlafbereich sollte komplett elektrosmogfrei gestaltet werden. Dann kann der Körper nachts wieder regenerieren. Die Belastung tagsüber am Arbeitsplatz sollte weitestgehend minimiert werden. Dies lässt sich durch schnurgebundene Technik leicht erzielen. So kann man konzentrierter und effizienter arbeiten und ist anschließend auch noch fit.
Auch Telefone sollten nach Möglichkeit schnurgebunden sein, und wenn man auf die Schnurlostechnologie nicht verzichten möchte, so sollte man auf ein strahlungsarmes Telefon umsteigen. Schon mit diesen Maßnahmen kann man die Elektrosmogbelastung im eigenen Umfeld reduzieren. Wichtig ist auch zu prüfen bzw. durch einen Baubiologen prüfen zu lassen, ob man selbst im Einstrahlungsbereich eines Sendemastes wohnt oder das WLAN der Nachbarn durch Decken oder Wände in die eigene Wohnung dringt.

Mit der Reduktion von Elektrosmog im eigenen Wohn- und Arbeitsumfeld können viele Krankheiten oder Beeinträchtigungen reduziert und vorgebeugt werden.

Wichtig ist, dies bereits den Kindern zu vermitteln und diese zum bewussten Umgang mit der verlockenden Technologie anzuleiten: Sie sind vom Lebensalter her der Strahlung am längsten ausgesetzt, sie sind inzwischen Zielgruppe der Industrie und sie sind am sensibelsten, da die Strahlung den dünnen und noch weichen Schädel der Kinder vollständig durchdringt. Wenn die Kinder lernen, dass auch ein Handy im Standby Strahlung abgibt, zum Teil in hohem Maße, und dass diese Technik nicht wirklich harmlos ist, sondern gezielt am besten vermieden, ansonsten im Bewusstsein ihrer gesundheitlichen Auswirkungen äußerst begrenzt genutzt werden sollte, dann wäre auch hier präventiv viel Gutes für die Gesundheit unserer Nachkommen getan.

Was passiert mit den Betroffenen nach der Reduzierung des Elektrosmogs?

Der Schlaf ist wieder erholsam, der Körper kann nachts wieder regenerieren. Weniger Krankheit und höhere Leistungsfähigkeit und Vitalität sind die Folge. Man fühlt sich kräftiger und gesünder und kann seine Arbeit konzentrierter, schneller und leichter bewerkstelligen. Insgesamt steigt damit die Lebensqualität, und auch das Gesundheitssystem wird entlastet.

Wie kann man als Betroffener die Elektrosmogquellen erkennen?

Für das häusliche Umfeld sollte man sich einen Baubiologen/eine Baubiologin zu Rate ziehen, der insbesondere den Schlafplatz, aber auch den Arbeitsplatz und Aufenthaltsplätze auf elektrische und magnetische Felder und elektromagnetische Strahlung nach dem Standard der baubiologischen Messtechnik untersucht. Der Baubiologe wird dann Vorschläge für die Reduzierung der Elektrosmogemission unterbreiten. Im eigenen Haus kann man zwar nach bestem Wissen Technik reduzieren und Funktechnik meiden, aber ohne fachkundige Messungen weiss man zum Beispiel nie, ob WLAN oder DECT vom Nachbarn oder gar ein Mobilfunksender das eigene Wohn- und Schlafumfeld mit Strahlung belasten.

Im Kinderzimmer gilt grundsätzlich: so wenig Technik wie unbedingt nötig.
Verwenden Sie keine Babyphone oder Babyüberwachungskameras auf Funkbasis. So manches Schreikind konnte ruhig schlafen, als Handy oder Babyphone aus dem Kinderzimmer verbannt wurden. Auch funktbetriebene Spielzeuge sollten gemieden werden (z.B. Wii). Radiowecker erzeugen elektromagnetische Wechselfelder und sollten nicht neben dem Bett stehen. Dies gilt oftmals auch für portable Radio- und CD- bzw. Kassettenspielgeräte mit integriertem Radio.

WLAN und Handy sollten unmittelbar nach der Nutzung, mindestens nachts komplett ausgeschaltet werden und auch nicht im Schlafzimmer deponiert werden.

Das waren jetzt eine ganze Menge Informationen. Was kann man also tun? Abschirmen?

Der Schlafplatz sollte elektrosmogfrei gestaltet sein, bei vorhandener hochfrequenter Strahlung sind entsprechende Sanierungsmaßnahmen der eigenen (einfachste: Stecker raus) oder Abschirmung von außen eindringenden Quellen vorzunehmen. Dies sollte unter Beratung durch den Baubiologen ausgeführt werden. Hier gibt es spezielle Gardinen, Anstriche, Tapeten oder Gewebe, mit denen man von außen eindringende Strahlung abschirmen kann. Auch niederfrequente Strahlung, elektrische Wechselfelder durch Stromleitungen oder Geräte sowie elektromagnetische Wechselfelder sollten den Schlafbereich nicht beeinträchtigen. Gegebenenfalls kann durch Verwendung geschirmter Kabel oder durch einen Netzfreischalter durch einen Elektriker der Schlafbereich nachts feldfrei geschaltet werden.

Ein besonderes Problem stellt zur Zeit LTE dar, das flächendeckend in den Städten installliert wird. Vorhandene Abschirmungen durch Fenstergitter oder Edelstahlgitter oder grobmaschigere Abschirmgardinen durchdringt LTE, die teuren bisherigen Abschirmmaßnahmen Elektrosensibler werden damit unwirksam. Vormals durch Funk Beeinträchtigte bemerken es erst durch einen erneuten starken gesundheitlichen Einbruch. Kostenaufwändiges Nachrüsten ist zwangsweise die Folge, verbunden mit der Frage, was die Technik als nächstes bringt und wo noch ein Ressort ist, wo man dieser Verstrahlung entkommen kann. Wohnen und Urlaub im Funkloch, nur wo?

Sucht man im Internet stößt man leicht auf dubiose Produkte oder Dienstleistungen. Als Betroffener verliert man dort schnell den Überblick. Welche Gegenmaßnahmen kannst Du empfehlen und wo muss man sich vor nutzlosem Hokuspokus in Acht nehmen?

Das Aufstellen von speziell dafür hergestellten Produkten wie Kugeln, Dosen oder ähnlichen Dingen zur „Neutralisation“ oder „Entstörung“ von Elektrosmog hat sich fühlbar und messtechnisch nicht bewährt. Leider gibt es einige Anbieter auf dem Markt, die mit vollmundigen Versprechungen oft hohe Summen kassieren, aber keinen Effekt bewirken. Hier wird die Gutgläubigkeit der Menschen missbraucht und ihre Bequemlichkeit oder auch ihre gesundheitliche Situation ausgenutzt. Auch sämtliche von mir getesteten Handy-Aufkleber haben die Strahlungsleistung nicht reduziert. Sinnvoller ist es, auf Handynutzung weitestmöglich zu verzichten (früher ging es auch ohne) und wenn man das Handy z.B. für berufliche Zwecke benötigt, auf strahlungsarme Geräte auszuweichen und die mobile Datenübertragung auszuschalten oder nur begrenzt zu nutzen – Testvergleiche für strahlungsreduziertere Handys werden immer wieder in Computer- oder anderen Fachzeitschriften oder im Internet veröffentlicht. Aber selbst wenn sie mit reduzierter Leistung telefonieren, so ist eine gewisse Strahlungsintensität allein durch die Schnurlos-Technik bedingt unvermeidbar, mit ihren entsprechenden Auswirkungen auf die Gesundheit.

Worauf ist bei einer Sanierung oder Neuinstallationen zu achten?

Wichtig, egal ob Neu- oder Altbau, ist dass die Elektroinstallation im ganzen Haus ordnungsgemäß geerdet ist. Wie bereits zuvor erwähnt sollten neue Elektroinstallationen vorzugsweise mit geschirmten Mantelleitungen und geschirmten Installations- und Hohlraumdosen ausgeführt werden. Stegleitungen und zweipolige Installationen sind nach Möglichkeit zu meiden. Unter Berücksichtigung der Vor- und Nachteile ist bei einer Sanierung auch der Einbau eines Netzfreischalters zu erwägen.

Sogenannte „intelligente Stromzähler“ sollte man nach Möglichkeit nicht akzeptieren, diese sind mit Funktechnologie ausgestattet, so dass sie von der Straße aus abgelesen werden können, und stellen eine dauerhafte Sendestation im eigenen Haus dar, ausserdem sind sie sicherheitstechnisch bedenklich da manipulierbar. Ebenso sind bei Heizungen die Raumtemperaturfühler mit Kabel anzuschließen, es gibt diese inzwischen auch funkgesteuert, wieder eine neue und überflüssige Strahlenbelastung im Wohnraum, von der der Kunde nichts ahnt. Für die Computernutzung sollte man Ethernet-Verbindungen per Lan-Kabel vorsehen, je nach Mobilitätswunsch auch in mehreren Räumen, was sich bei Neuinstallationen leicht und kostengünstig realisieren lässt. Lan-Kabel kann man leicht unter Fußleisten oder in Kabelkanälen kostengünstig auch nachträglich verlegen lassen. Dies hat auch zugleich den Vorteil einer besseren und zuverlässigeren, schnelleren und zudem sicheren Verbindung.

Schön und gut, aber solche Maßnahmen kosten richtig Geld und sind zumindest als Mieter einer betroffenen Wohnung kaum zu stemmen.

Das stimmt, allerdings kann man zur Reduktion von Elektrosmog im eigenen Wohnumfeld schon mit kleinen Maßnahmen, z.B. mit einem bewussten Nutzerverhalten viel verändern. Allein das WLAN auszuschalten nach Ende der Nutzung sowie der Verzicht auf funkgesteuerte Technik reduziert enorm die Belastung. Was die niederfrequente Strahlung angeht, so kann man ebenfalls vieles durch die Auswahl oder Positionierung der Geräte verbessern.

Bei Geräte- und Leuchtenanschlusskabel mit Euroflachstecker fehlt in der Regel der gelb-grüne Schutzleiter. Diese Kabel und die daran angeschlossenen Geräte können hohe elektrische Wechselfelder abgeben. Solche Geräte sollten abseits von Daueraufenthaltsplätzen aufgestellt werden und eventuell mit einem geschirmten Verlängerungskabel auf Distanz, größer als 1,50m gehalten werden. Sinnvoll ist oft auch indirekte Beleuchtung mittels Halogen-Deckenfluter, die mit Abstand zum Nutzer aufgestellt werden und damit reduzierte Elektrosmogbelastungen mit sich bringen. Im Nahbereich des Menschen sollten geschirmte Verlängerungskabel und Tischverteiler verwendet werden, Trafos sind oft von hohen elektrischen oder elektromagnetischen Wechselfeldern begleitet. Auch hier ist auf ausreichenden Abstand zu achten.

Bei Geräten mit Schukostecker wird die Abstrahlung bei funktionierender Erdung durch den gelb-grünen Schutzleiter reduziert. Ungeschirmte Geräteanschlusskabel können mittels eines Zweiphasenschalters spannungsfrei abgeschaltet und so feldfrei gehalten werden.

Ungeschirmte Verlängerungskabel und Tischverteiler erzeugen elektrische Wechselfelder, die sich in metallene Tischgestelle, Treppen oder Balkongeländer wie bei einer Antenne ankoppeln und dadurch weiter verbreiten können.
Viele „intelligente“ Fernsteuerungen von neuen Smart TVs basieren auf Funktechnologie und haben eine erhebliche überflüssige Dauerstrahlenbelastung zur Folge. Dieses Problem kann man durch Infrarotfernbedienungen oder per kabelgebundener Maus/Tastatur elegant, kostengünstig und strahlungsfrei umgehen.

Liebe Beate,
vielen Dank für das angenehme und informative Gespräch.

Ingo Hoß



Vita von Frau Dr. Beate Hannemann
  • verheiratet, 3 Kinder
  • 1. und 2. Staatsexamen Lehramt an Gymnasien
  • Promotion
  • Trainer für professional soft and coping skills (IHK-zertifiziert)
  • Heilpraktikerin und Baubiologin (IBN)
  • Wohnraum - und Arbeitsplatzuntersuchungen auf Elektrosmog, Schimmel, Wohngifte und Geopathie
  • Schwerpunkte als Heilpraktikerin: Ausleitung von Wohn- und Umweltgiften, Darmsanierung/Symbioselenkung, Orthomolekularmedizin, Homöopathie, TCM, Phythotherapie und Ernährungsberatung, allg. Entgiftung des Körpers und Stärkung des Immunsystems
  • Kooperation/Netzwerk mit Umweltmedizinern und Umweltzahnmedizinern sowie naturheilkundlich orientierten Ärzten
  • Netzwerk mit baubiologischen Messtechnikern sowie Spezialisten für Holzschäden, Fachwerk- und Schimmelsanierung
Kontakt:

Dr. Beate Hannemann
Baubiologin (IBN) und Heilpraktikerin
Kurfürstenstr. 28
46399 Bocholt
02871/2343999
email: Beate.Hannemann at gmx.de
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