Copy
AfeT Newsletter 3/2016
E-Mail im Browser anzeigen
Arbeitskreis für evangelikale Theologie
in Verbindung mit der
Deutschen Evangelischen Allianz

Newsletter 3/2016

gemeinsam glauben - miteinander forschen - voneinander lernen

Johann-Tobias-Beck-Preis 2016

Mit dem diesjährigen Johann-Tobias-Beck-Preis wird die Schweizer Pfarrerin Hanna Stettler ausgezeichnet. Der Arbeitskreis für evangelikale Theologie würdigt damit ihre Forschungen zum Verständnis der Heiligung bei Paulus. Mit ihrer 2014 erschienenen Arbeit ist sie an der Universität Tübingen habilitiert worden. „Die hier vorliegende Untersuchung“, so AfeT-Vorsitzender Christoph Raedel (Gießen), „ist ein mustergültiges Beispiel biblisch-theologischen Arbeitens zu einem Thema, das heute wichtiger ist denn je. Schriftgebundene Theologie hat auf das ganze Zeugnis der Schrift zu hören und darum anzuerkennen, dass Jesus Christus auch unsere Heiligung ist. Was das nach Paulus für das Leben der Gemeinde und ihrer Glieder bedeutet, hat Hanna Stettler umsichtig und gründlich untersucht. Ich wünsche mir, dass dieses Buch nicht nur studiert, sondern seine Einsichten beherzigt werden – auf dass wir in der Heiligung wachsen.
Die festliche Preisverleihung wird am 2. Dezember in Tübingen stattfinden (Einladung als PDF-Datei).

Jahrbuch

Das Jahrbuch für evangelikale Theologie erscheint demnächst im dreißigsten Jahrgang. Die Vorstände von AfeT und AfbeT haben in einem längeren Denk- und Entscheidungsprozess die Weichen dafür gestellt, dass das Jahrbuch auch weiterhin seinen Platz in der theologischen Diskussion erhält, die Reichweite des Buches aber nach Möglichkeit noch größer wird. Die beiden Vorsitzenden Christoph Raedel und Jürg Luchsinger schreiben dazu: 
  1. Wir sind zuversichtlich, dass das Zeitalter des guten Buches nicht vorbei ist. Wir brauchen auch weiterhin ein gedrucktes Jahrbuch, das man in die Hände nehmen, lesen, aufbewahren oder auch weitergeben kann. Die bereits begonnene Digitalisierung der Beiträge kann die Druckfassung nicht ersetzen, wohl aber ergänzen. Daher werden die Aufsätze, wie bereits begonnen, nach Ablauf von zwei Jahren auch digital verfügbar sein. Dem Wunsch, auf Rezensionen zeitnäher zugreifen zu können, kommen wir dadurch entgegen, dass diese zukünftig über die AfeT-Homepage im Halbjahresrhythmus veröffentlicht werden, wobei wir die Übersichtlichkeit der Darstellung gegenüber der Druckfassung noch einmal deutlich erhöhen können. Im Jahrbuch werden alle im zurückliegenden Jahr online rezensierten Titel aufgeführt werden, so dass auch die Leser des Jahrbuchs über die besprochenen Neuerscheinungen informiert sind.
  2. Wir stehen für eine Erneuerung der christlichen Theologie aus dem Grund und der Geltung der Heiligen Schrift heraus. Aus der Vielzahl der im Zuge eines Preisausschreibens hervorgegangenen Titelvorschläge ist Biblisch erneuerte Theologie als zukünftiger Name für das Jahrbuch ausgewählt worden. Wenn wir aus bibliographischen Gründen mit einer Neuzählung der Jahrgänge beginnen, so wird die Kontinuität mit dem JETh doch daran deutlich, dass das Jahrbuch auch weiterhin im Auftrag von AfeT und AfbeT erscheinen wird. Übrigens beabsichtigen weder AfeT noch AfbeT, etwas an der eigenen Bezeichnung zu ändern.
  3. Wir sind von der Qualität evangelikaler Forschungsbeiträge überzeugt. Deshalb wird das neue Jahrbuch als qualitätsgeprüftes Periodikum erscheinen, in dem das international (auch bei evangelikalen Zeitschriften) übliche System des „double-blind-peer-review“ zur Anwendung kommt. Als Gutachter für Aufsätze, die in deutscher oder englischer Sprache eingereicht werden können, wurden und werden fachlich ausgewiesene Theologinnen und Theologen aus dem Umfeld von AfeT und AfbeT gewonnen, die einen international besetzten wissenschaftlichen Beirat bilden werden. Das anonymisierte Verfahren soll sicherstellen, dass ausschließlich die Qualität der eingereichten Beiträge für die Entscheidung maßgeblich ist. Daher ist mit der Einführung des Prüfverfahrens nicht per se eine Einschränkung des Autorenkreises verbunden.
Am Preisausschreiben zur Namensfindung haben sich zahlreiche Mitglieder und Freunde mit Vorschlägen beteiligt. Vielen Dank dafür! Als Gewinner wurden ermittelt: Siegbert Riecker, der den nun ausgewählten Namen vorschlug, erhält einen Büchergutschein über 100 €, Stefan Schweyer, dessen Vorschlag auf Platz 2 gesetzt wurde, kommt in den Genuss eines Büchergutscheins von 75 €, und einen Gutschein in Höhe von 50 erhält Thomas Dallendörfer, der unter allen Teilnehmern ausgelost wurde. 

Theologische Studienkonferenz: 1.-3. Oktober 2017 in Rehe (Westerwald) 

Zum ersten Mal wird der AfeT im Reformationsjahr 2017 seine Theologische Studienkonferenz gemeinsam mit der Konferenz bibeltreuer Ausbildungsstätten (KbA) und der Konferenz missionarischer Ausbildungsstätten (KmA) durchführen. Der Titel der Tagung lautet: Die Reformation – Last oder Chance für die christliche Gemeinde heute? Vergangenheit verstehen – Gegenwart gestalten – Gottes Verheißungen trauen. In Referaten und Gesprächsgruppen soll der Frage nachgegangen werden, wie reformatorisch erwecklich-evangelikale Theologie tatsächlich geprägt ist. Welche Überzeugungen sind für uns unaufgebbar? Wieviel Vielfalt kann es in der Einheit geben? Und wie begegnen wir auf dem Boden biblisch-reformatorischen geprägten Denkens den Herausforderungen in unserer Zeit? Das Programm der Konferenz finden Sie auf www.afet-konferenz.de. Weitere Informationen folgen. Das Online-Portal für die Anmeldung wird ab Mitte Oktober freigeschaltet sein.

Stellenausschreibung

Die Evangelische Hochschule Tabor (Marburg) schreibt für ihren (neuen) Standort Berlin in Kooperation mit dem dortigen Theologischen Studienzentrum eine Professor für Biblische Theologie aus. Als Dienstbeginn ist das Wintersemester 2017/18 vorgesehen. Die vollständige Ausschreibung finden Sie hier: http://eh-tabor.de/stellen.html

Personalia

Evangelikale Akademie Österreich: Am 3. Februar 2016 wurde der EVAK-Dozent Armin Wunderli in Genf (am Seminaire Libre de Théologie der STH-Basel) feierlich zum Doktor der Theologie promoviert. Seine Dissertation in Religionspädagogik trägt den Titel „Äußere und innere Offenbarung. Eine qualitative Untersuchung zur Wahl der Erziehungsziele kirchlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“. 
Forum Wiedenest: Mit Ende des diesjährigen Studienjahres 2015/16 wird Matthias Schmidt nach 26 Jahren Tätigkeit am 30. September in den Ruhestand verabschiedet. Er war als Studierendenbeauftragter auch Dozent für Seelsorge und Neues Testament. Als neue vollzeitliche Dozentin (und Nachfolgerin für M. Schmidt) wurde Bettina Hakius berufen. Die 45-jährige Schwäbin absolvierte ein Studium der Theologie an der FTH Gießen und ein Magisterstudium in Erziehungswissenschaften, Psychologie und Philosophie an der Fernuniversität Hagen. Außerdem hat sie eine Ausbildung als Musikerin (D-Pop) abgeschlossen. Nach Tätigkeiten u.a. als Jugendreferentin und Fachkraft für Sozialpädagogische Ambulante Dienste war sie seit 2005 vielfältig freiberuflich als Projektleiterin, Coach sowie als Dozentin für vergleichende Religionen und Ethik in der beruflichen Weiterbildung aktiv. Sie wird schwerpunktmäßig die Fächer Seelsorge, Psychologie und Neues Testament unterrichten sowie in der Begleitung der Studierenden tätig sein.

Neuerscheinungen

Tobias Faix u.a. (Hg.): Theologien von Jugendlichen. Empirische Erkundungen zu theologisch relevanten Konstruktionen Jugendlicher (Empirische Theologie/Empirical Theology, 27), Münster: Lit-Verlag, 2015, 249 S., 29.90 EUR. 
Die Autoren der Beiträge dieses Bandes der Frage nach, was und wie Jugendliche glauben. Ansatzpunkte dafür sind sowohl individuelle Sinnkonstruktionen Jugendlicher als auch Einstellungen Jugendlicher zu etablierten theologischen Konzepten. Neben einem Überblick über den aktuellen Stand der jugendtheologischen Diskussion und bilanzierenden Artikeln werten verschiedene Beiträge empirische Befunde zu unterschiedlichen thematischen Aspekten (Endzeitvorstellungen, Bioethik, Sonntagskulturen etc.) aus und machen diese für den jugendtheoretischen Diskurs fruchtbar.

Detlef Häußer: Der Brief des Paulus an die Philipper, Reihe: Historisch Theologische Auslegung, Witten: SCM R. Brockhaus, 2016, Geb., 392 S., 39,90 EUR. 
Häußer fasst den Philipperbrief als einheitliches Schreiben auf, das wahrscheinlich aus Ephesus stammt und sich mit von außen in die Gemeinde eingedrungenen judenchristlichen Gegnern befasst. Im Vordergrund des Briefes stehen aber die freundschaftlichen Beziehungen des Apostels zur Gemeinde. So ist der Philipperbrief ein Dokument der gemeinsamen "Partnerschaft am Evangelium". Der Band bietet eine philologisch exakte Übersetzung des Bibeltextes sowie eine ausführliche Kommentierung jedes einzelnen Textabschnittes, die im Gespräch mit der aktuellen exegetischen Literatur erarbeitet wird.
Meldungen zu den Rubriken des Newsletters bitte an den Vorsitzenden.

Mit freundlichen Grüßen
Christoph Raedel (Vorsitzender)
E-Mail: raedel@afet.de
Copyright © 2016 Arbeitskreis für evangelikale Theologie e. V., Alle Rechte vorbehalten.

Postanschrift:
AfeT e.V.
z.Hd. Daniel Gleich
Ludwig-Krapf-Str. 5
72072 Tübingen

Bankverbindung:
AfeT e.V.
IBAN: DE44 5139 0000 0003 0250 04
Volksbank Mittelhessen e.G., Gießen (BIC VBMHDE5F)

Sie erhalten diesen Newsletter, weil Sie sich auf der Website http://www.afet.de dafür angemeldet haben, oder weil Sie bislang das Nachrichtenheft "etm mitteilungen" bezogen haben, an dessen Stelle dieser Newsletter tritt.

Eigenes Profil aktualisieren

Vom Newsletter abmelden

Email Marketing Powered by Mailchimp