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AfeT Newsletter 4/2019
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Arbeitskreis für evangelikale Theologie
in Verbindung mit der
Deutschen Evangelischen Allianz

Newsletter 4/2019

gemeinsam glauben - miteinander forschen - voneinander lernen

Johann-Tobias-Beck-Preis 2019

Der Johann-Tobias-Beck-Preis 2019 wurde am 15. September im Rahmen einer Festveranstaltung an Pfarrer Dr. Jörg Breitschwerdt (Hülben) verliehen. Der AfeT und die Theologische Verlagsgemeinschaft (Brunnen Verlag und SCM R. Brockhaus-Verlag) würdigen damit seine Dissertation, die unter dem Titel Theologisch konservativ: Studien zu Genese und Anliegen der evangelikalen Bewegung in Deutschland 2018 im Verlag Vandenhoeck & Ruprecht Göttingen veröffentlicht wurde.

In seiner Laudatio hob Dr. Jan Carsten Schnurr (Gießen) die intensive Quellenarbeit des Preisträgers und seinen Blick für historische Kontinuitäten hervor. Breitschwerdt belege überzeugend, „dass die Kritiker der `modernen Theologie´ in den meisten Fällen kein Problem mit wissenschaftlicher Theologie als solcher hatten“. „Ein wirkliches Problem hatten sie nur mit solchen Theologien, die die geschichtliche Wirklichkeit des biblischen Kerygmas entweder eliminieren oder existential (um)interpretieren wollten.“ Der Preis wird seit 1987 jährlich zur Förderung schriftgemäßer theologischer Literatur verliehen.

Herbstrezensionen

Mehr als 24 neue Buchbesprechungen sind auf der Rezensionsseite des AfeT online gestellt worden (https://rezensionen.afet.de/). Schwerpunkte sind diesmal Titel zum Alten Testament sowie zur Historischen und Systematischen Theologie. Wer gerne in den Pool der Rezensionsautoren aufgenommen werden möchte, melde sich bitte unter Angabe seines Fachbereichs und ggf. von Forschungsschwerpunkten bei Dr. Walter Hilbrands.

Jahrbuch

Das gemeinsam vom AfeT und der Schweizer AfbeT herausgegebene Jahrbuch Biblisch erneuerte Theologie ist jetzt im Druck. Es enthält Aufsätze von Raymond R. Hausoul, Benjamin Kilchör, Armin D. Baum, Werner Thiede, Ad de Bruijne und Christian Herrmann sowie Beiträge weiterer Autoren. AfeT-Mitglieder erhalten das Jahrbuch kostenlos.

Nachrichten

Die Freie Theologische Hochschule Gießen (FTH) startet ab dem Wintersemester 2019/20 in Zusammenarbeit mit der Theologischen Universität Kampen (TU) ein kooperatives Promotionsprogramm. Geeignete Bewerberinnen und Bewerber können sich damit erstmals an der FTH für ein Doktoralprogramm in evangelischer Theologie anmelden. Wie bei kooperativen Promotionen üblich, werden die Doktoranden dabei von zwei fachlich ausgewiesenen Professoren begleitet, jeweils ein Betreuer von beiden Hochschulen. Nach erfolgreichem Abschluss des kooperativen Verfahrens wird der theologische Doktortitel von der promotionsberechtigten TU Kampen verliehen. Laut Prof. Dr. Stephan Holthaus, Rektor der FTH Gießen, verfolgt die FTH mit diesem Entwicklungsschritt das Ziel, sich stärker an der Heranbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses für die evangelikale Bewegung zu beteiligen. Außerdem möchte die FTH eigene theologische Forschungsschwerpunkte weiterentwickeln. Eine weitere Kooperationsvereinbarung für Promotionen ist mit der Evangelisch-theologischen Fakultät Leuven (Belgien) abgeschlossen worden.

Die AWM gGmbH in Korntal feierte am 5. Oktober 2019 mit 40 Absolventen verschiedener Studien- und Weiterbildungszweige und etwa 270 Gästen ihre diesjährige Absolvierungsfeier. Im Rahmen der Feier wurde der neue Rektor Dr. Peter Westphal offiziell als Rektor der AWM eingeführt. Bei der kurzen Vorstellung der Absolvierenden wurde deutlich, dass die AWM nicht mehr nur eine Weiterbildungseinrichtung für Missionare ist, sondern auch viele Menschen in Deutschland und Europa für ihre interkulturelle Aufgabe ausrüstet. Insgesamt gab es in dem vergangenen Studienjahr 111 Absolventen an der AWM, wovon viele weltweit arbeiten.


Das Albrecht-Bengel-Haus in Tübingen feiert am 18. Januar 2020 sein fünfzigjähriges Bestehen mit einem besonderen „Turmtreff“. Festredner wird der Journalist Dr. Markus Spieker sein. Die Veranstaltung wird im Quenstedt-Gymnasium in Mössingen stattfinden. http://www.bengelhaus.de

Die mennonitisch-täuferischen Geschichtsvereine haben entschieden, Promovenden besser zu vernetzen. Ziel ist es, den intellektuellen Austausch zu stimulieren, damit diejenigen, die sich mit Täufergeschichte beschäftigen, einander besser kennenlernen. Ein erstes Treffen wird in Mennorode in Elspeet von 9. bis 11. Januar 2020 stattfinden. Die Kosten der Unterkunft werden von der Freien Universität Amsterdam übernommen. Interessierte melden sich bitte bis 15. November bei Mirjam van Veen (m.g.k.van.veen@vu.nl) an.

Neuerscheinungen von AfeT-Mitgliedern


Philipp F. Bartholomä: Perspektiven für den freikirchlichen Gemeindeaufbau im nachchristlichen Kontext, Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt, 2019, Pb, 640 S., 44,- €

Die Studie untersucht die gegenwärtigen ekklesiologischen und missionarischen Herausforderungen von Freikirchen in einer postchristlichen Umgebung. Anhand umfangreicher quantitativer und qualitativer Daten werden verschiedene Aspekte des traditionell »erwecklichen« freikirchlichen Gemeindeaufbaus unter missionarischen Gesichtspunkten eingehend unter die Lupe genommen. Schließlich werden zukunftsfähige Perspektiven für ein nachhaltiges, hoffnungsvolles und gleichzeitig realistisches missionarisches Handeln von Freikirchen in einem nachchristlichen Kontext aufgezeigt.

Jörg Breitschwerdt: Die Geschichte des Albrecht-Bengel-Hauses. Band 1: Die Gründung im Kontext der theologischen und gesellschaftlichen Umbrüche Mitte der 1960er Jahre, Bielefeld: Luther-Verlag, 2019, geb., 360 S., mit Abbbildungen, 19,90 €

Die Gründung des Albrecht-Bengel-Hauses am 27. Dezember 1969 war ein mutiger Schritt einiger Synodaler aus der württembergischen Landessynode, die sich dem theologisch-konservativen Gesprächskreis „Bibel und Bekenntnis“ zuordneten. Doch hat dies eine lange Vorgeschichte vor allem in den theologischen Auseinandersetzungen seit der Zeit der Aufklärung, aber auch in den gesellschaftlichen Umbrüchen der 1960er Jahre. Die vorliegende Studie will die Gründung des Albrecht-Bengel-Hauses in diesen Kontext stellen und anhand von Quellen vornehmlich aus dem bisher unerschlossenen Archiv des Albrecht-Bengel-Hauses die frühen Entwicklungen nachzeichnen. „Die Darstellung der Geschichte der Gründung und der Anfänge des Bengel-Hauses hilft durchaus, neuere Entwicklungen im württembergischen Pietismus besser zu verstehen.“ (Ulrich Parzany)

Eberhard Hahn: Schrift und Geist. Beiträge zur Wirkung des Wortes Gottes im Leben der Gemeinde, hrsg. von Wolfgang Becker, Holzgerlingen: SCM R. Brockhaus, 2019, Pb., 320 S., 16,99 €

Das Wort Gottes ist die Lebensquelle von Kirche und Gemeinde, und Gottes Geist macht dieses Wort lebendig. Um diesen Themenkreis gruppieren sich die Aufsätze von Prof. Dr. Eberhard Hahn, die zu seinem 65. Geburtstag herausgegeben werden. Der Ertrag eines Lebens im Dienst von Lehre und Verkündigung.

Detlef Häußer, Wilfrid Haubeck: Bibelgriechisch leicht gemacht. Lehrbuch des neutestamentlichen Griechisch, völlige Neubearbeitung, Gießen: Brunnen-Verlag, 2019; geb., 368 S., 30,- €

Das Lehrbuch Bibelgriechisch leicht gemacht hat sich für viele Studierende und Autodidakten als Tür zum Erlernen des biblischen Griechisch erwiesen. In diesem Buch finden Sie die Lösungen zu den Lernaufgaben, um Ihren Lernerfolg kontrollieren zu können. Die 59 Lektionen enthalten
- eine verständliche Erklärung der neuen grammatischen Erscheinungen,
- Einführungen in die grundlegenden Elemente der Satzlehre,
- Lernhilfen nach dem Prinzip der Memotechnik,
- eine ausführliche Einübung der griechischen Formen,
- Lesestücke, bis hin zu kleinen neutestamentlichen Texten, sowie Erklärungen und Übungen dazu,
- Wiederholungen noch vor der Durchnahme des neuen Stoffes, um auf ihn vorzubereiten und das schon Gelernte zu sichern,
- Tabellen zur Formen- und Satzlehre, Wörterverzeichnisse und ein Sachregister zum Nachschlagen.
 
Gerhard Maier: Streiflichter meines Lebens. „Ursprünglich sollte Gott gar nicht vorkommen“, Holzgerlingen: SCM Hänssler, 2019, geb., 264 S., mit Bildteil, 17,99 €
Der ehemalige württembergische Landesbischof Gerhard Maier reflektiert in seiner Autobiographie offen und ehrlich, wie Gott ihn rief, in allen Höhen und Tiefen versorgte, und gibt Einblicke in seine Erfahrungen. Seine Leidenschaft für eine missionarische Kirche, das feste Vertrauen in die Bibel und die große Dankbarkeit über die immer wieder erfahrene Nähe Gottes bilden den Grundtenor dieses besonderen christlichen Lebenszeugnisses.

Volker Kessler u.a. (Eds.): Metaphors for Leading – Leading by Metaphors, Göttingen: V & R Unipress, 2019, geb., 260 S., 40,- €
Führung und Organisation sind komplexe Phänomene, die oftmals durch Metaphern beschrieben werden. Zunehmend interessieren sich Theorie und Praxis für ihre Verwendung. Wie sehen sich Führungskräfte selbst und wie werden sie von anderen metaphorisch beschrieben? Gängige Sprachbilder reichen vom Gärtner und Coach bis hin zum Macher oder Priester. Alle diese Bilder sollen helfen, die zugrundeliegende Sichtweise auf Führung und Organisation zu beschreiben und geben einen Einblick, wie Führung von unseren metaphorischen Weltbildern beeinflusst wird. Wenig Aufmerksamkeit erfuhren bisher kulturelle Unterschiede bei der Verwendung von Metaphern im Bereich Führung und Organisation. Wie können wir die verborgenen Metaphern, die unser Denken unterbewusst prägen, an die Oberfläche bringen? Wie können wir alte Metaphern der Führung in einer modernen und globalisierten Welt nutzen?

Neuerscheinungen von AfeT-Partnern


Institut für Ethik & Werte


Beim Partner Institut für Ethik & Werte sind drei Texte online neu publiziert worden:

Transgender.- Eine biblische und seelsorgerliche Orientierung der Britischen Evangelischen Allianz (https://www.ethikinstitut.de/fileadmin/ethikinstitut/redaktionell/Texte_fuer_Forum_Ethik/44-TransgenderSvenjaLueg.pdf)

Melissa Sailer: Als Single leben. Berufung oder zweite Wahl? (https://www.ethikinstitut.de/fileadmin/ethikinstitut/redaktionell/Texte_fuer_Forum_Ethik/45-Als_Single_leben_Melissa_Sailer.pdf)

Marie-Helen Bach: Die „Generation Lobpreis“ und die Zukunft der Kirche. Das Buch zur empirica Jugendstudie 2018 (https://www.ethikinstitut.de/fileadmin/ethikinstitut/redaktionell/Texte_fuer_Unterseiten/Jugend_und_Werte_Newsletter/34-Generation_Lobpreis.pdf)
 

SCM-Verlagsgruppe


Markus Till: Zeit des Umbruchs. Wenn Christen ihre evangelikale Heimat verlassen, Holzgerlingen: SCM R. Brockhaus, 2019, geb., 256 S., 16,99 €

Markus Till erlebt, wie die Risse innerhalb der evangelikalen Bewegung tiefer werden. Ihm ist es ein Anliegen, „dass wir trotz Meinungsunterschieden lernen, respektvoll und achtsam miteinander zu sprechen“. Sein Buch beginnt mit Blitzlichtern auf den Weg einiger Personen (u.a. Torsten Hebel), die sich aus dem evangelikalen Milieu herausbewegt haben. In drei Kapiteln wird den Gründen für solche Auszugsbiographien nachgegangen: beiderseitige Verletzungen, Vorurteile und Missverständnisse. Till plädiert für eine ehrliche und verständliche Kommunikation, in der Respekt nicht auf Kosten der Wahrheit geht: „Es hilft niemandem, die traditionellen Begriffe beizubehalten, wenn sich die theologischen Inhalte völlig verändert haben.“ (105). Das längste Kapitel ist der Suche nach den Knackpunktthemen in der innerevangelikalen Diskussion gewidmet, als die der Autor das Verständnis vom Handelns Gottes in der Geschichte, von leiblicher Auferstehung, dem Sühnetod Jesu und der Unfehlbarkeit der Bibel identifiziert. Im Schriftverständnis scheiden sich danach die Geister an der Bereitschaft, Sachkritik an der Bibel zu üben oder nicht. Zwei weitere Kapitel entwickeln Überlegungen zur Streitkultur und zur rechten Balance zwischen Enge und Weite. Diese beiden Kapitel sind m.E. die stärksten des Buches. Till zeigt, was er in der persönlichen Begegnung mit Postevangelikalen gelernt hat, argumentiert selbstkritisch und plädiert für einen Dialog auf Augenhöhe. Das Buch löst den darin liegenden Anspruch überzeugend ein. Der eigene evangelikale Standpunkt wird begründet und zugleich anerkannt, dass Fragen der Diskussion unterschiedliches Gewicht haben können. Das Buch des Biologen Till will wissenschaftliche Abhandlungen zu den angesprochenen theologischen Themen nicht ersetzen und kann das auch nicht. Der Versuch, Schneisen in hochkomplexe theologische Fragestellungen zu schlagen, verdient gleichwohl Respekt. Es ist zu wünschen, dass das innerevangelikale Gespräch sich von dem Geist, in dem das Buch abgefasst ist, bewegen lässt. Nur im Dialog wird erfahrbar, was von anderen Christen – sowie von Nichtchristen –  gelernt werden kann. Im gemeinsamen Ringen um die Wahrheit können Missverständnisse geklärt werden und Respekt wachsen. Diese Zuversicht will das Buch stärken. Fazit: Eine zum Miteinander einladende Zeitanalyse. (C.R.)
 

Brunnen-Verlag


Genesis und Exodus. Neue Genfer Übersetzung, Gießen: Brunnen-Verlag, 2019, kart., 160 S., 10,- €

Die "Neue Genfer Übersetzung" überzeugt durch ihre Übersetzungsmethodik: Sprachliche und inhaltliche Genauigkeit hat oberste Priorität, verbunden mit einer natürlichen und zeitgemäßen Sprache. Auf den exakten Wortlaut des Urtextes wird in umfangreichen Anmerkungen hingewiesen. In dieser Kombination von hoher Genauigkeit und leichter Lesbarkeit, die die Neue Genfer Übersetzung so beliebt macht, sind nun auch die ersten beiden Bücher der Bibel verfügbar: Genesis und Exodus.
Der inhaltliche Bogen spannt sich von der Schöpfung über das Paradies, Kain und Abel, Noah und die Arche, den babylonischen Turm, Abraham, Isaak und Jakob, Josef und seine Brüder, den Auszug aus Agypten zu den zehn Geboten.
 
Meldungen zu den Rubriken des Newsletters bitte an den Vorsitzenden.

Mit herzlichem Gruß
Christoph Raedel
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